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ADAM GREEN – Engine Of Paradise

28 August 2019 No Comment
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Wow! So etwas nennt man wohl „A Return To Form“. 16 Jahre nachdem er mit „Friends Of Mine“ erfolgreich den Durchbruch als Solokünstler und die Abnabelung von den Moldy Peaches vollzogen hat, gelingt dem New Yorker mit seiner zehnten Soloveröffentlichung, eine Platte wie aus einem Guss.

Etwas mehr als 30 Minuten Spielzeit, sein gänsehauterzeugender Bariton und ein Streicherquartett, das jeden der 10 Songs zu einem Erlebnis macht. Das gab es so zwingend lange nicht mehr von ihm.

Als hätte Scott Walker den Anti-Folk am Ende doch noch für sich entdeckt, perlen hier die Gitarrenläufe, bleibt jede Hookline im Ohr und sorgt die orchestrale, ja fast schon barocke, Begleitung für ganz große Wohlfühlmomenten in diesem Strom aus anachronistischen 60s Melodien.

Aufgenommen wurde in Brooklyn, New York mit Loren Humphrey mit James Richardson (MGMT), Florence Welch (Florence And The Machine) und Jonathan Rado (Foxygen) als Gästen.

Es ist fast nicht möglich einzelne Tracks hervorzuheben aber „Reasonable Man“, das Phil-Spectorsche Manierismen aufweist, das entwaffnende einfache „Gather Round“ oder aber auch „Rather Have No Thing“, bei dem Adam Green tatsächlich ganz nah an den frühen Scott Walker Soloplatten Mitte der Sechziger agiert, sind absolute Perlen.

Textlich ist lohnt es sich sowieso dem New Yorker Poet mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Denn hinter den zuckersüßen Arrangements lauern wie immer auch Abgründe, wie sie nur der 38-jährige formulieren kann. Kurz nach der Veröffentlichung von „Engine Of Paradise“ wird Adam Green für zwei Shows live in Deutschland zu sehen sein:
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Adam Green live:
28.10.2019 – Stage Club (Hamburg)

29.10.2019 – Bi Nuu (Berlin)

Bewertung: 6 von 6
: 06.09.2019
Label: Century Records / AWAL
Web: www.adamgreen.info
Format: Vinyl / Download / CD

Tracklist:

01. Engine of Paradise

02. Gather Round

03. Freeze My Love

04. Wines and Champagnes

05. Escape From This Brain

06. Cheating on a Stranger
07. Let’s Get Moving

08. Rather Have No Thing

09. Reasonable Man

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