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ÄL JAWALA – 13.04.2016, Bochum, Bahnhof Langendreer

18 April 2016 No Comment

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Es ist der 13.04.2016, ein Mittwochabend im Studio 108 des Bahnhof Langendreers. Das Publikum wartet gespannt auf die Freiburger Band Äl Jawala, die zum wiederholten Male zu Gast im Bochumer Kulturzentrum ist.

Vor über 15 Jahren haben die Multiinstrumentalisten als Straßenmusiker begonnen. Die Pioniere der aufkommenden Balkanbeats-Bewegung haben anfangs ihren Respekt vor den traditionellen Wurzeln der Musik aus Südosteuropa mit der Veröffentlichung von Livealben Ausdruck verliehen. Sie waren europaweit zu Gast in Clubs und auf Festivalbühnen, haben Studioalben herausgebracht, begeisterten 2015 beim Bochumer Musiksommer und sind am 13.04.16 auf ihrer Tour mit der neuen CD „Hypnophonic“ im Bochumer Bahnhof Langendreer gelandet.

Mit dem ersten Track „Wake up“ der aktuellen Scheibe geht es los. Der Drummer begleitet ein ausgezeichnetes Sample mit bulgarischen Sängerinnen und die restlichen Mitglieder kommen auf die Bühne.

Die Reise geht von „Borderbounce“ aus dem Album „Asphalt Pirate Radio“ über das hypnophonische „Heart Overload“ zu „Backstabbers“ von der „Blast your Ghetto“ CD, das mit lässigem Cumbiarhythmus sowohl Genregrenzen als auch das Publikum zum Tanzen bringt.
Die folgenden Nummern wie z.B. „Dancefloor Dervish“ , „Vodoo Rag“ und „What do you care“, die alle auf „Hypnophonic“ verewigt sind, wechseln mühelos zwischen den Registern Balkanbeats, Electro Swing und Global Sounds und werden von den Gästen gebührend gefeiert.

Der variantenreiche Klangkosmos von Äl Jawala verortet sich auf der musikalischen Landkarte an den Weggabelungen, wo „
Eastern Brass meets roots percussions, Bellydance goes Rock ´n´ Roll and [where] their didgeridoo sounds like an Acid-Trance machine!“. Eine stilistische Vielfalt, die auch dem Instrumententausch zu verdanken ist.

Der Drummer glänzt mit Zirkularatmung beim Didgeridoosolo, das von den beiden Saxophonen flankiert wird. Der Keyboarder bespielt zwischenzeitlich Percussion und Schlagzeug, die Saxophonistin nimmt sich das Mikrofon und schlüpft in die Rolle der Sängerin.
Der fliegende Wechsel an den Instrumenten ist ein Ausweis der undogmatischen und mitreißenden Spielweise der Freiburger und der musikalische Rundlauf lässt die Hüften kreisen. Auf dem Siedepunkt der Stimmung verlässt Äl Jawala die Bühne und bildet mit den Tanzenden in der Mitte des Raumes eines eingeschworene Gemeinschaft.

Als schweißtreibende Zugabe gibt es „A Heymischer Bulgar“, ein legendärer Klassiker von der „Balkan Big Beatz“ CD, der nichts von seiner Dynamik eingebüßt hat. Bochum freut sich schon auf das nächste Gastspiel der umtriebigen Musiker aus Süddeutschland und sagt: Hut ab!

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