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ARCTIC MONKEYS – 11.11.2013, Dusseldorf, Mitsubishi Electric Halle

15 November 2013 No Comment
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ARCTIC MONKEYS - 11.11.2013, Dusseldorf, Mitsubishi Electric Halle

„Hi, my name is Alexander!“ Der eigentlich als Alex Turner bekannte und ehemals langhaarige ARCTIC MONKEYS-Sänger trug Anzug, Lederschuhe und reichlich Gel in der Elvis-Frisur, als er sich den gut 5000 Zuschauern der eigentlich als Philipshalle bekannten Oberbilk-Arena vorstellte. Seine Band sollte im Vergleich zum letzten Gastspiel vor 3 Jahren an gleicher Stelle nun wirklich jedem ein Name sein. Nicht, dass sie in der Zwischenzeit ein „Sex On Fire“ oder „Dance With Somebody“ gehabt hätten. Aber sie gehören eben zum erlesenen Kreise der Indierock-Bands, die sich ihren Platz in der Hall-of-Hotrotation verdient haben.

Mit ihrem neuen und fünften Album „AM“ – die Letter prangten als riesige Lichterkette hinter der Bühne – machen sich die Schulfreunde aus Sheffield nun zu neuen Ufern auf. Vornehmlich stilistisch und inhaltlich, weniger musikalisch. Rauschende Adoleszenz und krachende Britpunk-Gitarren sind einem etwas gewollten Pop-Drang nach Las-Vegas-Geschlechtsreife gewichen. Aber zum Glück sind die ersten ARCTIC MONKEYS Platten ja immer noch Teil ihres so ansteckend-genialen Sound-Kosmos. Und so war es kaum verwunderlich, dass die meisten Regungen des eher braven Düsseldorf-Publikums bei „Brianstorm“ oder „..Dancefloor“ ausbrachen.

Als Supportband waren die irischen Teenstars THE STRYPES mit auf Europatour. Und die haben technisch einiges auf dem Kasten. Allen voran der ewig gniedelnde Gitarrist. Rolling Stones meet Chuck Berry. Und das mit durchschnittlich 16 Jahren im feinsten Zwirn. Das Publikum dankte ihren Esprit mit wohlwollendem Applaus. Eine halbe Stunde ohne herausstechende Hits waren für ein Hallenkonzert an einem Montagabend dann aber auch genug des Guten. Die anschließende Band von diesem Alexander sollte die Mädels mit Hüftschwung und großen Gesten weit besser in den Bann ziehen.

Scheinbar ohne große Anstrengung und mit raffinierter Routine schüttelten die MONKEYS ein veritables Set aus dem Ärmel, das keinen Zuschauer – vom Fan bis zum Radiohörer – enttäuschte. Man muss sich nur mit dem neuen Style arrangieren. Der ehemalige THE CORAL-Gitarrist Bill Ryder-Jones stand bei einigen Songs auch mit auf der Bühne und erlaubte Alex Turner seine Rolle als freihändigen Showmaster voll auszukosten. Wären sie immer noch die alten geblieben und nicht nach Kalifornien ausgewandert, würde man sich wahrscheinlich ebeno beschweren, aber dieser neue Gel-Gestus ist nicht jedermans Sache. Trotzdem: 5 von 6 Bierflaschen!


Setlist:

Do I Wanna Know?
Brianstorm
Dancing Shoes
Don’t Sit Down ‚Cause I’ve Moved Your Chair
Teddy Picker
Crying Lightning
One for the Road
Fireside
Old Yellow Bricks
Why’d You Only Call Me When You’re High?
Arabella
Pretty Visitors
I Want It All
I Bet You Look Good on the Dancefloor
Cornerstone
No. 1 Party Anthem
Fluorescent Adolescent
I Wanna Be Yours

Snap Out of It
Piledriver Waltz
R U Mine?

arcticmonkeys.com
facebook.com/ArcticMonkeys

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