Home » Archive

Featured, Konzerte, Reviews »

[15 Aug 2018 | Kommentare deaktiviert für BRIAN JONESTOWN MASSACRE – 12.08.2018, Köln, Luxor | ]
BRIAN JONESTOWN MASSACRE – 12.08.2018, Köln, Luxor

Es scheint nicht leicht zu sein mit Anton Newcombe in einer Band zu spielen – Anton Newcombe zu sein, scheint allerdings auch kein ständiger Quell der Freude für den exzentrischen Frontmann und Alleinherrscher des BRIAN JONESTOWN MASSACREs dazustellen. Vor der aktuellen Europa Tournee ist jedenfalls fast die gesamte Band ausgetauscht worden oder hat sich aus dem Staub gemacht. Ein offizielles Statement gab es selbstverständlich nicht – immerhin durfte der anscheinend Krisenresistente Joel Gion weiterhin wacker Tamburin und Marracas von der für ihn reservierten Bühnenmitte aus schwingen, während Newcombe sich wie …

Reviews, Tonträger »

[11 Dez 2017 | No Comment | ]
MIKE LOVE – Unleash The Love

MIKE LOVE, das ungeliebteste Mitglied der BEACH BOYS, bringt sein erstes Solo Album seit 36 Jahren raus, nennt es (natürlich) „Unleash The Love“ und packt es in ein „Art“work, das so geschmacklos, plakativ und plump daherkommt, dass man meinen könnte, er wolle extra alle Menschen mit Anspruch ausschließen. Ja – es wäre (leider) sehr leicht das zweite Solo-Album von MIKE LOVE komplett zu zerlegen. Angriffsstellen bietet die Platte jedenfalls genug und LOVE selbst wird neben BRIAN WILSON eben für alle Ewigkeit wie der unsympathische Onkel aussehen, der bei Familientreffen treffsicher …

Reviews, Tonträger »

[20 Nov 2017 | No Comment | ]
THE DAVE MILLER SET – Mr Guy Fawkes 1967-1970

Neuseeland ist nicht gerade das Zentrum zeitgenössischer Musik – auch in den 1960ern war das nicht der Fall und so machten sich einige Musiker und Bands auf nach Australien, um dort ihr Glück zu versuchen. Zwar steckte auch die dortige Musikszene noch in den Kinderschuhen, aber es gab eben doch ein paar Möglichkeiten mehr. Auch DAVE MILLER nutzte 1966 diese Chance und scharte frisch angekommen in Sydney flott Mitmusiker um sich, die nach den üblichen Unwegbarkeiten zum DAVE MILLER SET wurden. Auftritte zusammen mit den EASYBEATS brachten die nötige Aufmerksamkeit …

Reviews, Tonträger »

[14 Okt 2017 | No Comment | ]
To Love Somebody – The Songs of the BEE GEES 1966 – 1970

Wer den Namen BEE GEES hört, denkt vermutlich an schrillen Falsett Gesang, weiße Outfits und schnittige Disco-Songs von tanzbar bis schmusig. Ende der 70er waren die drei Brüder auf ihrem (mindestens zweiten) kommerziellen Höhepunkt, der sich auf lange Sicht in den Köpfen der Menschen eingebrannt hat. Doch auch zehn Jahre zuvor – in der zweiten Hälfte der 60er – gelang dem Trio (damals zeitweise sogar als Quartett und Quintett unterwegs) ein Hit nach dem anderen und eine ganze Reihe an wunderbaren Alben, die vielleicht aufgrund der späteren Erfolge nie so …

Reviews, Tonträger »

[20 Sep 2017 | No Comment | ]
JOHN SAVAGE’s 1967 – The Year Pop Divided

Der legendäre „Summer of Love“ hatte in diesem verregneten Sommer 2017 sein 50. Jubiläum – klar dass dieses Event nicht ungewürdigt blieb. Zahlreiche Dokus, Artikel und Konzerte kreisten um den runden Geburtstag und würdigten dieses faszinierende Jahr, das die populäre Musik so geprägt hat wie kaum ein zweites. 1967 steht heute popkulturell primär für psychedelische Musik, farbenfrohe Mode und Hippies. Doch in der Realität waren die Charts in England gespickt, wenn nicht gar dominiert von „Mum’s and Dad’s“ Musik – ENGELBERT HUMPERDINCK hielt die bahnbrechende BEATLES Single „Penny Lane/Strawberry Fields …

Reviews, Tonträger »

[9 Sep 2017 | No Comment | ]
LOS BRAVOS – Black Is Black: The Anthology 1966 – 1969

Zackige Drums und ein treibender Beat Bass – dann, bevor die Twang Gitarre einsetzt, ein perfekt platziertes Schlagzeug Fill ehe eine klirrende 60s Orgel und knackigen Bläsern den Groove perfekt machen. Und dann gibt es noch diese hohe kraftvolle Blue-Eyed-Soul Stimme. „Black Is Black“ ist ein perfekter ’60s Garagen-Soul-Pop Song, der dank der schneidenden Vocals in etwa so klingt als hätte GENE PITNEY plötzlich neue Tricks gelernt und sein Meisterwerk veröffentlicht.

Reviews, Tonträger »

[18 Aug 2017 | No Comment | ]
JAMES ROYAL – Call My Name: Selected Recordings 1964 – 1970

JAMES ROYAL – was ein Name für einen Künstler, der zwischen 1965 und 1972 ganze 18 Singles veröffentlichte und dabei keinen einzigen Charthit verbuchen konnte. Auf der Rückseite der neuen Zusammenstellung von RPM „Call My Name: Selected Recordings 1964 – 1970“ wird ROYAL dann auch noch großspurig als „king of British blue-eyed soul“ betitelt. Kling irgendwie nach Augenwischerei könnte man auf den ersten Blick meinen. Etwas skeptisch ist man jedenfalls schon, wann man das Rezensionsexemplar in den CD-Player schmeißt.

Reviews, Tonträger »

[17 Aug 2017 | No Comment | ]
MARK WYNTER – Venus In Blue Jeans: The Pop Years 1959-1974

Britische Pop Musik vor den BEATLES hat nicht gerade den besten Ruf. Wenn man mal LONNIE DONNEGAN außen vorlässt, der den Skiffle quasi im Alleingang auf die musikalische Landkarte gesungen hat, gibt es nur wenige Ausnahmen, die auch heute noch auf offene Ohren stoßen. Die meisten Pop-Sänger dieser Zeit waren bestenfalls nette, aber zahnlose Elvis-Verschnitte wie BILLY FURY, MARTY WILDE, CLIFF RICHARD, ADAM FAITH und eben auch MARK WYNTER. Der Sänger und Schauspieler veröffentlichte fleißig Singles auf Decca und Pye Records und hatte damit Anfang der 60er immerhin vier Top …

Reviews, Tonträger »

[6 Jul 2017 | No Comment | ]
Milk Of The Tree: An Anthology of Female Vocal Folk & Singer-Songwriters 1966-1973

Das Musikgeschehen Anfang der 60er Jahre war ein von Männern dominierter Zirkus. Auf den Manager- und Studio-Stühlen saßen zumeist erfahrene Mogule, die so gar keine Lust hatten ihre Monopol-Stellung aufzugeben. Sie bestimmten was aufgenommen wurde, wer was schrieb, produzierte und sang. Die aufkeimende Beat-Welle machte dieser machtbesessenen Idee einen ersten Strich durch die Rechnung, nachdem Bands wie die BEATLES, die KINKS oder etwas später auch die ROLLING STONES und HOLLIES mit eigenem Material zu großen Erfolgen kamen. Die Rolle von Frauen war im Musik-Mainstream der Zeit allerdings noch eine ganze …

Reviews, Tonträger »

[6 Jul 2017 | No Comment | ]
Bob Stanley & Pete Wiggs present English Weather

Wenn man an englisches Wetter denkt, kommen einem wohl als erstes verregnete Herbsttage in den Sinn. Für sonnige Sommertage ist die Insel jedenfalls nicht gerade bekannt. Genau diese Stimmung von wolkenverhangenen Tagen, die man lieber zu Hause verbringt, fangen Bob Stanley und Pete Wiggs in ihrer auf ACE Records veröffentlichten Zusammenstellung „English Weather“ ein. Englischer Folk und milder Prä-Prog Rock der späten 60er und frühen 70er mit einer Ahnung von bereits vergangenen psychedelischen Tagen findet sich dann auch passenderweise auf dieser nicht nur in der Theorie feinen Compilation.
Direkt zum Einstieg …