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[24 Mai 2017 | No Comment | ]
SYLVIE VARTAN – En Anglais… Et An Americain

Abgesehen von SERGE GAINSBOURGs Schlafzimmer-Smash „Je T’Aime, Moi Non Plus“ gelang es kaum einem französischen Künstler in den ’60ern ein kommerzielles Bein auf englischen Boden zu bekommen. Das hielt die Plattenbosse allerdings nicht davon ab, es trotzdem beharrlich zu versuchen. Auch das Yé-Yé Sternchen SYLVIE VARTAN hat eine erstaunliche Fülle an englischem Material auf dem Kerbholz, das nun auf der neuen Zusammenstellung „En Anglais… Et An Americain“ von ACE Records wieder veröffentlicht wird. Versammelt sind dabei ihre besten englischsprachigen Aufnahmen, die sie in Nashville, New York und London einsang.
Im Gegensatz …

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[5 Mai 2017 | No Comment | ]
Rock And Roll Music – The Songs of CHUCK BERRY

Viel wurde geschrieben seit dem Tod von CHUCK BERRY am 18. März mit 90 Jahren. Wortreiche Nachrufe und vereinzelte Mahnungen an die Missetaten des Rock’n’Roll-Sängers, -Gitarristen, -Songschreiber und -Poeten. Kaum einer, der ein wenig über den Musiker weiß würde wohl abstreiten, dass CHUCK BERRY ein mit Vorsicht zu genießender und schwieriger Charakter war, aber sein musikalisches Erbe ist so gewaltig, dass keines seiner Vergehen und keine seiner Schrullen dies jemals überschatten könnten. Es gibt zahlreiche wichtige Künstler, die ab Mitte der 50er (manche sogar schon weit davor) Großes leisteten, um …

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[27 Apr 2017 | No Comment | ]
RALPH McTELL – All Things Change

Wer den Namen RALPH McTELL hört wird mit ihm vor allem einen Song assoziieren: Seinen unverwüstlichen Evergreen „Streets Of London“, den auch heute noch zahlreiche Heranwachsende im Musikunterricht singen müssen. Auch RALPH McTELL wird diesem Zwang sicherlich bei jedem seiner Konzerte ausgesetzt und auch während seiner aktivsten Zeit nahm er den Song zahlreiche Male auf, bevor er 1975 zum ganz großen Hit wurde. Auf der nun veröffentlichten Zusammenstellung „All Things Change – The Transatlantic Anthologie“ geht es aber um seine Frühphase der Jahre 1967 bis 1970, die musikalisch gesehen viel …

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[10 Apr 2017 | No Comment | ]
OH SLEEP – Trio

Florian Sczesny ist ein umtriebiger Musiker – als Sänger und Gitarrist von LAKE CISCO ließ er erstmals progessiv aufhorchen, während er sich mit seinem Solo-Projekt FELAN’S HEART eher den leisen Tönen widmete. Diesen Weg geht er nun mit neuem Namen weiter. OH SLEEP heißt sein neuer Alias, unter dem er nun eine wunderbare Debüt-EP vorlegt, die gekonnt die Brücke zwischen Pop-Appeal und künstlerischem Anspruch schlägt. So verankern sich seine beiden Eigenkompositionen schon beim ersten Hören im Gedächtnis, ohne sich dabei anzubiedern. Der tolle Opener „Lioness“ kommt mit dringlichem Falsett-Refrain, während …

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[3 Apr 2017 | No Comment | ]

Wie so viele in den ’60ern gestartete Künstler waren die ’80er auch für PAUL McCARTNEY nicht die besten Jahre. Mit dem in der Rückschau gehypten McCARTNEY II und dem schön soliden „Tug Of War“ ging es zwar ganz gut los, aber schon mit „Pipes Of Peace“ und spätestens mit dem nutzlosen „Give My Regards To Broad Street“ wurde klar, dass auch McCARTNEY das Jahrzehnt nicht ganz unbeschadet passieren würde. Als letzten Beweis veröffentlichte er dann 1986 mit „Press To Play“ seine bis dato schlechteste Platte, die auch von dem nachgeschobenen …

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[22 Mrz 2017 | No Comment | ]
I’m Not Talkin‘ – The song stylings of MOSE ALLISON

„Oh well, a young man ain’t got nothing in the world these days“ – als THE WHO Frontmann ROGER DALTREY diese ikonischen Zeilen für das Album „Live In Leeds“ sang, war der Verfasser selbiger gar nicht mehr so jung und bereits jenseits der 40. Der 1927 auf einer amerikanischen Farm geborene MOSE ALLISON begann seine Platten-Karriere in den 50ern mit genau diesem Song, war damals auch schon 30 und sollte nie zu einem der großen Stars werden.

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[20 Mrz 2017 | No Comment | ]
MORTIMER – On Our Way Home

Die Story von Apple Records – dem Label, das 1968 von den Beatles gegründet wurde – gehört sicherlich zu den merkwürdigeren der ’60er Jahre. Ins Leben gerufen mit den besten Intentionen – künstlerische Freiheit und Verwirklichung – entwickelte sich das Label bald zu einer gigantischen Geldvernichtungsmaschine, die eher für wirre Einfälle als für erfolgreiche Errungenschaften stand. Klar gab es auch Erfolgsstorys.

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[16 Feb 2017 | No Comment | ]
LEVIATHAN – The Legendary Lost Elektra Album

Es ist kein leichtes Unterfangen die Band LEVIATHAN zu googeln und bei der üppigen Auswahl die tatsächlich gesuchte Kapelle zu finden. So werden einem unter anderem amerikanische oder schwedische Black Metal Bands angeboten, eine italienische Neo-Prog Band ist auch dabei und selbst Polen, die Ukraine und Argentinien hatten eine Band mit dem Namen im Repertoire. In diesem Review geht es allerdings um die englischen ’60s Rocker, die vorher unter dem weniger populären aber eindeutigeren Namen MIKE STUART SPAN unterwegs waren. 4 Singles schafften sie unter diesem Moniker, von denen in …

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[4 Feb 2017 | No Comment | ]
MAUREEN EVANS – Like I Do – The 60s Recordings

Bei Compilations ist eine der großen Fragen immer, ob man Songs chronologisch präsentiert oder vielleicht doch lieber an den Anfang ein paar Highlights packt, damit der Hörer nicht zu schnell das Interesse verliert. Bei MAUREEN EVANS erster Reissue-CD wurde klugerweise auf die zweite Methode zurückgegriffen. Los geht es mit ihrem größten Hit „Like I Do“, der 1962 in der prä-Beatles Ära bis auf Platz 3 der britischen Charts kletterte und hübsch antiquierter Pop ist, mit dem man kurze Zeit später schon keinen mehr hinter dem Ofen hervorlocken konnte. Danach gelang …

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[30 Jan 2017 | No Comment | ]
TALES OF JUSTINE – Petals From A Sunflower

In Tagen wo gefühlt fast alle Archive ausgehoben sind und selbst kleine One Hit Wonder eine umfassende Karriere Rückschau spendiert bekommen, ist es nicht verwunderlich, dass es nun langsam auch an die No Hit Wonder geht. TALES OF JUSTINE sind so eine Band. Auf gerade mal eine Single haben sie es zu Lebzeiten gebracht, wovon lediglich die mild psychedelische B-Seite „Sunday Morning“ einen gewissen Kultstatus bekommen hat. Auf die A-Seite hatte man unverständlicherweise einen kindischen Pop-Song über eine Sonnenblume gepackt, der zwar im Blumen-affinen 60s England gar nicht mal so …