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[6 Jul 2017 | No Comment | ]
Milk Of The Tree: An Anthology of Female Vocal Folk & Singer-Songwriters 1966-1973

Das Musikgeschehen Anfang der 60er Jahre war ein von Männern dominierter Zirkus. Auf den Manager- und Studio-Stühlen saßen zumeist erfahrene Mogule, die so gar keine Lust hatten ihre Monopol-Stellung aufzugeben. Sie bestimmten was aufgenommen wurde, wer was schrieb, produzierte und sang. Die aufkeimende Beat-Welle machte dieser machtbesessenen Idee einen ersten Strich durch die Rechnung, nachdem Bands wie die BEATLES, die KINKS oder etwas später auch die ROLLING STONES und HOLLIES mit eigenem Material zu großen Erfolgen kamen. Die Rolle von Frauen war im Musik-Mainstream der Zeit allerdings noch eine ganze …

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[6 Jul 2017 | No Comment | ]
Bob Stanley & Pete Wiggs present English Weather

Wenn man an englisches Wetter denkt, kommen einem wohl als erstes verregnete Herbsttage in den Sinn. Für sonnige Sommertage ist die Insel jedenfalls nicht gerade bekannt. Genau diese Stimmung von wolkenverhangenen Tagen, die man lieber zu Hause verbringt, fangen Bob Stanley und Pete Wiggs in ihrer auf ACE Records veröffentlichten Zusammenstellung „English Weather“ ein. Englischer Folk und milder Prä-Prog Rock der späten 60er und frühen 70er mit einer Ahnung von bereits vergangenen psychedelischen Tagen findet sich dann auch passenderweise auf dieser nicht nur in der Theorie feinen Compilation.
Direkt zum Einstieg …

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[1 Jul 2017 | No Comment | ]
Spaced Out – The Story Of Mushroom Records

Die Idee unabhängige kleine Labels zu gründen gab es auch schon vor dem Indie-Boom der jüngeren Pop-Geschichte. Bereits Ende der 60er (man vergesse dabei auch nicht den Independent-Pionier JOE MEEK, aber das ist eine andere Geschichte), kamen einige Bands und Produzenten auf die Idee unabhängig von den Business-Riesen arbeiten zu wollen, um eigenwillige Klanguniversen zu schaffen, die es in den selbst auf Major-Ebene experimentierfreudigen 60s sonst nicht gegeben hätte. Mushroom Records war ein solcher kleiner Laden, der unter der Führung von Produzent VIC KAERY Anfang der ’70er ein buntes Sammelsurium …

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[24 Jun 2017 | No Comment | ]
THE PEEJAYS – Set The Record Straight

„A UK band from Heidelberg“ prangt stolz auf der Internetseite der PEEJAYS und stellt ohne große Umschweife klar, wo die Band ihre Vorbilder gesucht und gefunden hat. Der seelige Brit-Pop der 90er hat für die fünf Musiker nie an Glanz verloren und findet ganz selbstverständlich Einzug in die Kompositionen der PEEJAYS. An Inspiration scheint es der Band jedenfalls auch auf deutschem Boden nicht zu mangeln. So ist ihre zweite Platte direkt ein Doppelalbum geworden: „Set The Record Straight“. Doch was gibt es denn genau richtig zu stellen? Das Brit-Pop nicht …

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[24 Mai 2017 | No Comment | ]
SYLVIE VARTAN – En Anglais… Et An Americain

Abgesehen von SERGE GAINSBOURGs Schlafzimmer-Smash „Je T’Aime, Moi Non Plus“ gelang es kaum einem französischen Künstler in den ’60ern ein kommerzielles Bein auf englischen Boden zu bekommen. Das hielt die Plattenbosse allerdings nicht davon ab, es trotzdem beharrlich zu versuchen. Auch das Yé-Yé Sternchen SYLVIE VARTAN hat eine erstaunliche Fülle an englischem Material auf dem Kerbholz, das nun auf der neuen Zusammenstellung „En Anglais… Et An Americain“ von ACE Records wieder veröffentlicht wird. Versammelt sind dabei ihre besten englischsprachigen Aufnahmen, die sie in Nashville, New York und London einsang.
Im Gegensatz …

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[5 Mai 2017 | No Comment | ]
Rock And Roll Music – The Songs of CHUCK BERRY

Viel wurde geschrieben seit dem Tod von CHUCK BERRY am 18. März mit 90 Jahren. Wortreiche Nachrufe und vereinzelte Mahnungen an die Missetaten des Rock’n’Roll-Sängers, -Gitarristen, -Songschreiber und -Poeten. Kaum einer, der ein wenig über den Musiker weiß würde wohl abstreiten, dass CHUCK BERRY ein mit Vorsicht zu genießender und schwieriger Charakter war, aber sein musikalisches Erbe ist so gewaltig, dass keines seiner Vergehen und keine seiner Schrullen dies jemals überschatten könnten. Es gibt zahlreiche wichtige Künstler, die ab Mitte der 50er (manche sogar schon weit davor) Großes leisteten, um …

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[27 Apr 2017 | No Comment | ]
RALPH McTELL – All Things Change

Wer den Namen RALPH McTELL hört wird mit ihm vor allem einen Song assoziieren: Seinen unverwüstlichen Evergreen „Streets Of London“, den auch heute noch zahlreiche Heranwachsende im Musikunterricht singen müssen. Auch RALPH McTELL wird diesem Zwang sicherlich bei jedem seiner Konzerte ausgesetzt und auch während seiner aktivsten Zeit nahm er den Song zahlreiche Male auf, bevor er 1975 zum ganz großen Hit wurde. Auf der nun veröffentlichten Zusammenstellung „All Things Change – The Transatlantic Anthologie“ geht es aber um seine Frühphase der Jahre 1967 bis 1970, die musikalisch gesehen viel …

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[10 Apr 2017 | No Comment | ]
OH SLEEP – Trio

Florian Sczesny ist ein umtriebiger Musiker – als Sänger und Gitarrist von LAKE CISCO ließ er erstmals progessiv aufhorchen, während er sich mit seinem Solo-Projekt FELAN’S HEART eher den leisen Tönen widmete. Diesen Weg geht er nun mit neuem Namen weiter. OH SLEEP heißt sein neuer Alias, unter dem er nun eine wunderbare Debüt-EP vorlegt, die gekonnt die Brücke zwischen Pop-Appeal und künstlerischem Anspruch schlägt. So verankern sich seine beiden Eigenkompositionen schon beim ersten Hören im Gedächtnis, ohne sich dabei anzubiedern. Der tolle Opener „Lioness“ kommt mit dringlichem Falsett-Refrain, während …

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[3 Apr 2017 | No Comment | ]

Wie so viele in den ’60ern gestartete Künstler waren die ’80er auch für PAUL McCARTNEY nicht die besten Jahre. Mit dem in der Rückschau gehypten McCARTNEY II und dem schön soliden „Tug Of War“ ging es zwar ganz gut los, aber schon mit „Pipes Of Peace“ und spätestens mit dem nutzlosen „Give My Regards To Broad Street“ wurde klar, dass auch McCARTNEY das Jahrzehnt nicht ganz unbeschadet passieren würde. Als letzten Beweis veröffentlichte er dann 1986 mit „Press To Play“ seine bis dato schlechteste Platte, die auch von dem nachgeschobenen …

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[22 Mrz 2017 | No Comment | ]
I’m Not Talkin‘ – The song stylings of MOSE ALLISON

„Oh well, a young man ain’t got nothing in the world these days“ – als THE WHO Frontmann ROGER DALTREY diese ikonischen Zeilen für das Album „Live In Leeds“ sang, war der Verfasser selbiger gar nicht mehr so jung und bereits jenseits der 40. Der 1927 auf einer amerikanischen Farm geborene MOSE ALLISON begann seine Platten-Karriere in den 50ern mit genau diesem Song, war damals auch schon 30 und sollte nie zu einem der großen Stars werden.