Home » Archive

Reviews, Tonträger »

[14 Okt 2017 | No Comment | ]
To Love Somebody – The Songs of the BEE GEES 1966 – 1970

Wer den Namen BEE GEES hört, denkt vermutlich an schrillen Falsett Gesang, weiße Outfits und schnittige Disco-Songs von tanzbar bis schmusig. Ende der 70er waren die drei Brüder auf ihrem (mindestens zweiten) kommerziellen Höhepunkt, der sich auf lange Sicht in den Köpfen der Menschen eingebrannt hat. Doch auch zehn Jahre zuvor – in der zweiten Hälfte der 60er – gelang dem Trio (damals zeitweise sogar als Quartett und Quintett unterwegs) ein Hit nach dem anderen und eine ganze Reihe an wunderbaren Alben, die vielleicht aufgrund der späteren Erfolge nie so …

Reviews, Tonträger »

[20 Sep 2017 | No Comment | ]
JOHN SAVAGE’s 1967 – The Year Pop Divided

Der legendäre „Summer of Love“ hatte in diesem verregneten Sommer 2017 sein 50. Jubiläum – klar dass dieses Event nicht ungewürdigt blieb. Zahlreiche Dokus, Artikel und Konzerte kreisten um den runden Geburtstag und würdigten dieses faszinierende Jahr, das die populäre Musik so geprägt hat wie kaum ein zweites. 1967 steht heute popkulturell primär für psychedelische Musik, farbenfrohe Mode und Hippies. Doch in der Realität waren die Charts in England gespickt, wenn nicht gar dominiert von „Mum’s and Dad’s“ Musik – ENGELBERT HUMPERDINCK hielt die bahnbrechende BEATLES Single „Penny Lane/Strawberry Fields …

Reviews, Tonträger »

[9 Sep 2017 | No Comment | ]
LOS BRAVOS – Black Is Black: The Anthology 1966 – 1969

Zackige Drums und ein treibender Beat Bass – dann, bevor die Twang Gitarre einsetzt, ein perfekt platziertes Schlagzeug Fill ehe eine klirrende 60s Orgel und knackigen Bläsern den Groove perfekt machen. Und dann gibt es noch diese hohe kraftvolle Blue-Eyed-Soul Stimme. „Black Is Black“ ist ein perfekter ’60s Garagen-Soul-Pop Song, der dank der schneidenden Vocals in etwa so klingt als hätte GENE PITNEY plötzlich neue Tricks gelernt und sein Meisterwerk veröffentlicht.

Reviews, Tonträger »

[18 Aug 2017 | No Comment | ]
JAMES ROYAL – Call My Name: Selected Recordings 1964 – 1970

JAMES ROYAL – was ein Name für einen Künstler, der zwischen 1965 und 1972 ganze 18 Singles veröffentlichte und dabei keinen einzigen Charthit verbuchen konnte. Auf der Rückseite der neuen Zusammenstellung von RPM „Call My Name: Selected Recordings 1964 – 1970“ wird ROYAL dann auch noch großspurig als „king of British blue-eyed soul“ betitelt. Kling irgendwie nach Augenwischerei könnte man auf den ersten Blick meinen. Etwas skeptisch ist man jedenfalls schon, wann man das Rezensionsexemplar in den CD-Player schmeißt.

Reviews, Tonträger »

[17 Aug 2017 | No Comment | ]
MARK WYNTER – Venus In Blue Jeans: The Pop Years 1959-1974

Britische Pop Musik vor den BEATLES hat nicht gerade den besten Ruf. Wenn man mal LONNIE DONNEGAN außen vorlässt, der den Skiffle quasi im Alleingang auf die musikalische Landkarte gesungen hat, gibt es nur wenige Ausnahmen, die auch heute noch auf offene Ohren stoßen. Die meisten Pop-Sänger dieser Zeit waren bestenfalls nette, aber zahnlose Elvis-Verschnitte wie BILLY FURY, MARTY WILDE, CLIFF RICHARD, ADAM FAITH und eben auch MARK WYNTER. Der Sänger und Schauspieler veröffentlichte fleißig Singles auf Decca und Pye Records und hatte damit Anfang der 60er immerhin vier Top …

Reviews, Tonträger »

[6 Jul 2017 | No Comment | ]
Milk Of The Tree: An Anthology of Female Vocal Folk & Singer-Songwriters 1966-1973

Das Musikgeschehen Anfang der 60er Jahre war ein von Männern dominierter Zirkus. Auf den Manager- und Studio-Stühlen saßen zumeist erfahrene Mogule, die so gar keine Lust hatten ihre Monopol-Stellung aufzugeben. Sie bestimmten was aufgenommen wurde, wer was schrieb, produzierte und sang. Die aufkeimende Beat-Welle machte dieser machtbesessenen Idee einen ersten Strich durch die Rechnung, nachdem Bands wie die BEATLES, die KINKS oder etwas später auch die ROLLING STONES und HOLLIES mit eigenem Material zu großen Erfolgen kamen. Die Rolle von Frauen war im Musik-Mainstream der Zeit allerdings noch eine ganze …

Reviews, Tonträger »

[6 Jul 2017 | No Comment | ]
Bob Stanley & Pete Wiggs present English Weather

Wenn man an englisches Wetter denkt, kommen einem wohl als erstes verregnete Herbsttage in den Sinn. Für sonnige Sommertage ist die Insel jedenfalls nicht gerade bekannt. Genau diese Stimmung von wolkenverhangenen Tagen, die man lieber zu Hause verbringt, fangen Bob Stanley und Pete Wiggs in ihrer auf ACE Records veröffentlichten Zusammenstellung „English Weather“ ein. Englischer Folk und milder Prä-Prog Rock der späten 60er und frühen 70er mit einer Ahnung von bereits vergangenen psychedelischen Tagen findet sich dann auch passenderweise auf dieser nicht nur in der Theorie feinen Compilation.
Direkt zum Einstieg …

Reviews, Tonträger »

[1 Jul 2017 | No Comment | ]
Spaced Out – The Story Of Mushroom Records

Die Idee unabhängige kleine Labels zu gründen gab es auch schon vor dem Indie-Boom der jüngeren Pop-Geschichte. Bereits Ende der 60er (man vergesse dabei auch nicht den Independent-Pionier JOE MEEK, aber das ist eine andere Geschichte), kamen einige Bands und Produzenten auf die Idee unabhängig von den Business-Riesen arbeiten zu wollen, um eigenwillige Klanguniversen zu schaffen, die es in den selbst auf Major-Ebene experimentierfreudigen 60s sonst nicht gegeben hätte. Mushroom Records war ein solcher kleiner Laden, der unter der Führung von Produzent VIC KAERY Anfang der ’70er ein buntes Sammelsurium …

Reviews, Tonträger »

[24 Jun 2017 | No Comment | ]
THE PEEJAYS – Set The Record Straight

„A UK band from Heidelberg“ prangt stolz auf der Internetseite der PEEJAYS und stellt ohne große Umschweife klar, wo die Band ihre Vorbilder gesucht und gefunden hat. Der seelige Brit-Pop der 90er hat für die fünf Musiker nie an Glanz verloren und findet ganz selbstverständlich Einzug in die Kompositionen der PEEJAYS. An Inspiration scheint es der Band jedenfalls auch auf deutschem Boden nicht zu mangeln. So ist ihre zweite Platte direkt ein Doppelalbum geworden: „Set The Record Straight“. Doch was gibt es denn genau richtig zu stellen? Das Brit-Pop nicht …

Reviews, Tonträger »

[24 Mai 2017 | No Comment | ]
SYLVIE VARTAN – En Anglais… Et An Americain

Abgesehen von SERGE GAINSBOURGs Schlafzimmer-Smash „Je T’Aime, Moi Non Plus“ gelang es kaum einem französischen Künstler in den ’60ern ein kommerzielles Bein auf englischen Boden zu bekommen. Das hielt die Plattenbosse allerdings nicht davon ab, es trotzdem beharrlich zu versuchen. Auch das Yé-Yé Sternchen SYLVIE VARTAN hat eine erstaunliche Fülle an englischem Material auf dem Kerbholz, das nun auf der neuen Zusammenstellung „En Anglais… Et An Americain“ von ACE Records wieder veröffentlicht wird. Versammelt sind dabei ihre besten englischsprachigen Aufnahmen, die sie in Nashville, New York und London einsang.
Im Gegensatz …