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[4 Okt 2019 | Kommentare deaktiviert für ALLAH-LAS – Lahs | ]
ALLAH-LAS – Lahs

„Holding Pattern“, das Eröffnungsstück von Album Nummer 4 im elften Bandjahr, klingt fast so als wären die Allah-Las direkt nach Crosby, Stills, Nash & Young vor genau 50 Jahren beim Woodstock Festival aufgetreten oder als hätten sie im Jahr 2019 einen Soundtrack-Beitrag zu Tarantinos „Once upon a time in Hollywood“ abgeliefert.

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[4 Okt 2019 | Kommentare deaktiviert für DIE LIGA DER GEWÖHNLICHEN GENTLEMEN, 02.10.2019, Schon Schön, Mainz | ]
DIE LIGA DER GEWÖHNLICHEN GENTLEMEN, 02.10.2019, Schon Schön, Mainz

Zum Start der „Fuck Dance, Let’s Art“ Tournee ist der kleine Mainzer Schon Schön Club bereits zur frühen Stunde pickepackevoll gefüllt mit Anglophilen, Altmods, Northern Soul Jüngern und Freizeitpunks. Nachdem Bassist Tim Jürgens etwas verspätet aus Berlin eintrifft legt die lebende Legende aus Hamburg gleich Rhythm’n Blues-mäßig mit der Verneigung vor „Eis-Gerd“ los.

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[23 Sep 2019 | Kommentare deaktiviert für BELLE & SEBASTIAN – Days Of The Bagnold Summer (OST) | ]
BELLE & SEBASTIAN – Days Of The Bagnold Summer (OST)

Auch wenn manche Pressestimme bereits vorab lauthals schrie, dass die Rückkehr der Schotten zu ihren Wurzeln nur halbherzig sei und die alte Qualität des entschleunigten 90s Sounds nicht mehr erreicht werden könne, so ist der Soundtrack zum Film „Days Of The Bagnold Summer“ doch eine willkommende Reminiszenz an den Sound, den die Band einst bei so vielen einsamen Shoegazern ins Jugendzimmer brachte.

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[12 Sep 2019 | Kommentare deaktiviert für NIELS FREVERT – Putzlicht | ]
NIELS FREVERT – Putzlicht

Schwermütig und herbstlich wogen die Streicher beim instrumentalen Prelude „Bei laufendem Motor“. Das „Comeback“ des ehemaligen Sängers der Nationalgalerie, nach 5 Jahren Sendepause, setzt atmosphärisch dort an wo man ihn erwarten durfte. Melancholische Metaphern, kurz vor der Resignation aber „Immer noch die Musik“ als Rettungsanker, wenn gar nichts mehr geht.

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[28 Aug 2019 | Kommentare deaktiviert für ADAM GREEN – Engine Of Paradise | ]
ADAM GREEN – Engine Of Paradise

Wow! So etwas nennt man wohl „A Return To Form“. 16 Jahre nachdem er mit „Friends Of Mine“ erfolgreich den Durchbruch als Solokünstler und die Abnabelung von den Moldy Peaches vollzogen hat, gelingt dem New Yorker mit seiner zehnten Soloveröffentlichung, eine Platte wie aus einem Guss.
Etwas mehr als 30 Minuten Spielzeit, sein gänsehauterzeugender Bariton und ein Streicherquartett, das jeden der 10 Songs zu einem Erlebnis macht. Das gab es so zwingend lange nicht mehr von ihm.
Als hätte Scott Walker den Anti-Folk am Ende doch noch für sich entdeckt, perlen hier …

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[20 Aug 2019 | Kommentare deaktiviert für DIE LIGA DER GEWÖHNLICHEN GENTLEMEN – Fuck Dance, Let’s Art! | ]
DIE LIGA DER GEWÖHNLICHEN GENTLEMEN – Fuck Dance, Let’s Art!

Deutschlands englischste Modrevialband zeigt auch mit Album Nummer 5, dass Verliererattitude, hanseatische Coolness, Fußball und Zitatenreichtum bestens in der eigenen Muttersprache funktionieren können.
Vom ersten Stück „Der letzte große Bohemien“, einer Ode an die unbeschwerte aber abgerissene Künstlernatur wie man sie noch in Hamburger Kneipen findet bis hin zu „Hässlich und faul, Musik und der HSV“, dem uncoolsten Early-80s-Namedropping im Jahr 2019 (Waldhof Buben, Lars Bastrup, Fahrrad fahren, K-tel) bekommt der Kunde hier 100% DLDGG als kostengünstige Partydroge serviert.
Mit dem sehr sehr cleveren Titel „Fuck Dance, Let’s Art“ versehen und von …

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[4 Aug 2019 | Kommentare deaktiviert für DIE HÖCHSTE EISENBAHN – Ich glaub dir alles | ]
DIE  HÖCHSTE  EISENBAHN – Ich glaub dir alles

Mit Album Nummer drei nimmt Die Höchste Eisenbahn immense Fahrt auf und löst die Versprechen ein, welche die beiden Vorgänger bereits andeuteten. Das Cover des ghanaischen Künstlers Ataa Oko spiegelt somit auch perfekt die DNA dieser Scheibe wieder.
Ein buntes Fabelwesen, eine Mischung aus Tier, Geist und Mensch, springt einem entgegen. Trägt es einen Clownshut oder doch eher eine Krone? Ist es gutartig, doch eher bissig oder will es einfach nur spielen?
Es ist alles zugleich, wie diese Platte eindrucksvoll demonstriert. Zappelig, mit einer unbändigen Spielfreude ausgestattet legt das Kollektiv los. Bereits …

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[29 Jul 2019 | Kommentare deaktiviert für ALLAH-LAS – In The Air | ]
ALLAH-LAS – In The Air

Im September 2012 erschien das selbstbetitelte Debutalbum der Allah-Las. Schon 2008 hatten sich Miles Michaud, Pedrum Siadatian, Matt Correia und Spencer Dunham im größten unabhängigen Plattenladen weltweit, dem Amoeba Music in L.A., kennengelernt, als sie dort zur gleichen Zeit arbeiteten.
Schnell entstanden im heimischen Keller die ersten Songs, mit denen die Band in und um Los Angeles auch live zu hören war. So wurde z.B. auch der Singer/Songwriter Nick Waterhouse auf die Allah-Las aufmerksam. Er war von ihrem Sound so angetan, dass er der Band kurzerhand zu ihrem Debutalbum verhalf und …

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[22 Jul 2019 | Kommentare deaktiviert für OKTA LOGUE – Runway Markings | ]
OKTA LOGUE – Runway Markings

„Wir ziehen uns dann mal im neuen Jahr zurück und feilen an der nächsten Platte“, meinte Bassist und Sänger Benno Herz Ende 2016 beim letzten Gig der „Diamonds & Despair“ Tournee vor einem enthusiastischen Heimpublikum in der Darmstädter Centralstation.
Aus diesen Sessions in den bandeigenen Studios in Darmstadt/Griesheim blieb dann nur der Vorabtrack „Chocolate & Soda“ übrig, bevor man von Johann Scheerer und dem Label Clouds Hill unter die Fittiche genommen wurde, um 2018 in Berlin „Runway Makings“ aufzunehmen.
Bereits der Opener „Yesterday’s Ghosts“ mutet im fünfzigsten Jahr der Mondlandung wie ein …

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[22 Jul 2019 | Kommentare deaktiviert für STELLA SOMMER & SOPHIA KENNEDY – Man weiß es nicht genau  | ]
STELLA SOMMER & SOPHIA KENNEDY – Man weiß es nicht genau 

Stella Sommer steht nicht still. Ziemlich kurzfristig nach dem letzten Heiterkeit Album, lässt sie über ihre sozialen Medienkanäle wissen, dass sie mit ihrer Freundinn Sophia Kennedy zunächst einen einzelnen Song aufgenommen habe, der zeitnah bei Buback, dem Label auf dem auch vor einem Jahr ihr Solodebut veröffentlicht wurde, als „Digital-Only“ Single herauskommen solle.

Und nun ist sie also da, die erste Kollaboration zweier außerordentlichen Talente der deutschen Musiklandschaft. Sophia Kennedy rückte 2017 in das Sichtfeld des ambitionierten Pophörers, als das englischsprachige Debut der Amerikanerin als Neudefinition klassischer Singer-Songwriter Kunst einhellig gefeiert …