Home » Konzerte, Reviews

BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB – 03.05.2010, Köln, Essigfabrik

4 Mai 2010 No Comment

BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB

„I gave my heart to a simple chord – I gave my soul to a new religion““ hieß es am Montagabend in Köln, als der BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB sein neues Album „Beat The Devils Tattoo“ vorstellte. Mit ihrer schwarzen Messe brachte das kalifornische Trio rund 1200 Fans in der Essigfabrik zum Schwitzen: düster, dunkel, lässig und wie immer mit drönendem Wüstenrock.

Das durch die Vorband etwas gelangweilte Publikum wurde vom Club mit dem Opener „War Machine“ freundlich begrüßt. Es folgte ein ziemlich schmutzig-dämonisches Set des Dreier-Gespanns um Robert Levon Been, Peter Hayes und Leah Shapiro. Der zwar wortkarge Auftritt gehört absolut zu einem ihrer besten der letzten Jahre. Bisher waren BRMC zweimal im Prime Club zu Gast, wenn Cologne auf dem Tourplan der Amis stand. Und als mit Schlagzeuger Nick Jago noch ein Brite im Bunde war.

Neben ihrem bestechenden und einzigartigen Sound haben sie über die Jahre auch reichlich „Hits“ angesammelt und hoch konzentriert präsentiert:  “Spread Your Love”, „Red Eyes“ und „Love Burns“ als auch „Shuffle Your Feet“ und „Ain’t No Easy Way“ vom ruhigeren Americana-Album „Howl“. Das perfekte Zusammenspiel der Frontmänner ist immer wieder ein Genuß. Und auch diesmal klangen die hypnotischen Vintage-Saiteninstrumente wie die Sirenen einer Sekte.

Ob Lagerfeuer- oder Fegefeuer-Song, die Drums stampften dazu stets im monotonen Grundlagen-4/4-Takt. Da blieb wenigstens mehr Raum für die Gitarren, die sich minutenlang um ein Thema zu drehen schienen und mit jeder noch so kleinen Änderung oder Steigerung das große Finale befeuerten. Ansteckend! Der BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB ist wahrhaft gefährlich. Eigentlich sollten die Fans beim Verlassen der Konzerthallen auf psychische Überlastung getestet werden.

Dass bei dem gut zweistündigen Set zum Beispiel kein „American X“ gespielt wurde, haben die Rebellen mit „Berlin“ oder „Weapon Of Choice“ wieder ausgeglichen. Stroboskop-Lichter und ein tanzender Moshpit sorgten für die richtige Atmosphäre, die die lederbejackten BRMC-Jünger bereitwillig mit (verbotenem) Zigarettenrauch schwängerten.

Einige waren indes eher zurückhaltend bei ihrer Beurteilung des Konzerts, standen aber auch ganz hinten. Der Rest hat seine Sucht wieder einmal kurzzeitig gestillt oder ist direkt im Anschluss zur nächsten Show nach Berlin gefahren. Ein vom Teufel höchstpersönlich gestochenes Tattoo wird man eben nicht so einfach los.

Setlist:

War Machine
Mama
Red Eyes
Bad Blood
Tattoo
Love Burns
Ain’t No Easy Way
Aya
Berlin
Weapon Of Choice
Annabel
1:51
Punk

River
Shuffle
Conscience
6 Barrel Shotgun
Spread Your Love

Stop
Shadows

blackrebelmotorcycleclub.com

Leave your response!

Add your comment below, or trackback from your own site. You can also subscribe to these comments via RSS.

Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam.

You can use these tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar.