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BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB – 07.11.2005, Köln, Prime Club

29 November 2005 No Comment
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Das aktuelle und dritte Album „Howl“ des Black Rebel Motorcycle Clubs kam bei den fleißigen Schreiberlingen im In- und Ausland ja eher verhalten davon. Zu viel Americana, Folk, Country und Blues. Nachdem man mit den beiden Erstlingen „BRMC“ und „Take Them On, On Your Own“ eine neue Stahlbetonmischung für die Gitarrenwände unsrer Retro Rock Ära lieferte und mit ordentlich Ride und Jesus And Mary Chain Attitüden daherkam, war die aktuelle musikalische Orientierung nur mit Vorbehalten zu genießen.

Im Kölner Prime Club hätte man nach den ersten beiden Songs mit dieser kritischen Einstellung Recht behalten können. Denn Peter Hayes kam alleine mit Akustik Klampfe und Mundharmonika auf die Bühne und gab in geselliger Runde die ruhigen Opener „Complicated Situation“ und „Shuffle Your Feet“ zum Besten bis dann der Rest des Clubs zu „Ain’t No Easy Way“ dazu kam.

Die zu Anfang und verstreut gespielten neuen Songs wurden natürlich mit bekannten Rockern vermischt, „Love Burns“ gab den Startschuss bis dann bei „Six Barrel Shotgun“ der Saal schwitzte. Das ließ sich Hayes natürlich nicht nehmen und heizte halb im Publikum stehend noch mal richtig ein. Die Mischung von alter und neuer BRMC Kunst ist äußerst viel versprechend, auch wenn es sich abzeichnet, dass man in Zukunft wieder den Weg zurück zur staubigen Rock Straße einschlagen wird, diese Abweichung war gesund, denn der Club hatte arge Schwierigkeiten sein menschliches und musikalisches Zentrum zu finden.
Neuer vierter Mann beim BRMC ist Spike, der manchmal Gitarre oder Klavier spielt und eigentlich aussieht wie Schlagzeuger Nick Jago, der wiederum die meiste Zeit des Gigs im Nebel verschwand.

Die beiden singenden Frontmänner sind stimmlich perfekt aufeinander abgestimmt, erste Strophe Hayes und wenn es dann verzerrter werden soll darf Bassist Robert Turner ran, der den vier-Saiter ebenso genialst zu spielen weiß.
Spread Your Love like a fever, I ain’t never coming down“ hieß es dann zur Zugabe, im Nebel und Licht Gewitter wurde es zum Ende hin eine psychedelische Rockparty. Die mit Adrenalin verseuchten Fans holte man dann mit „Gospel“ und „Heart And Soul“ wieder runter.

www.brmc.de
www.primeclub.de

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