Home » Konzerte, Reviews

BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB – 09.04.2013, Köln, LMH

10 April 2013 No Comment

BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB - 09.04.2013, Köln, Live Music Hall

Drei Jahre sind mittlerweile schon ins staubige Land gezogen, seitdem der BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB von sich hören ließ. Mit ihrem sechsten Album „Spector At The Feast“ waren Peter, Robert und Leah nun endlich wieder zurück auf der Bühne der schwarzen Garageblues-Messe. Standesgemäß dauerte das Spektakel in der Live Music Hall über 2 Stunden, nachdem den Fans am späten Nachmittag in einer Elektrokette bereits ein halbstündiger Instore-Gig kredenzt wurde.

Dort wurden akustisch hauptsächlich alte Songs gespielt, das neue Album war aus Lieferschwierigkeiten ohnehin nicht vorrätig. Knaller wie „Love Burns“, „Weapon Of Choice“ oder „Whatever Happened To My Rock’n’Roll“ sucht man auf der neuen Platte vergebens, aber dafür bietet eine zweistündige Setlist auf Tour ja die beste Gelegenheit, um aus dem Vollen zu Schöpfen. Das Köln Konzert war auch der Abschluss der Europatournee, weshalb sich die Band nach der Zugabe höflich entschuldigte keine dritte Stunde zu spielen, weil sie den Flieger erwischen musste.

Mittendrin gab es auch mehrere Calmdown-Phasen, etwa als nur die rostige Akustikgitarre zu „Mercy“ und „Devil’s Waitin'“ schnarrte, bevor wieder die volle Dröhnung aus den Boxen lärmte. Der hymnisch-schmerzende BRMC Beast-Blues infizierte augenscheinlich jedes Herz im Sturm und so manch ein Bierbecher flog in Richtung Band, sicherlich als Liebesbeweis. Fans heißen hier nämlich Anhänger oder Messebesucher und tragen ausnahmslos Schwarz und Lederjacke. Im Idealfall beides.

Im hinteren Bereich der gefüllten Halle klang all die Liebe zur Verzerrung, den Delay-Orgien und knarzigen Fuzz-Bässen etwas weniger differenziert. Ein Problem, das bei diesem einzigartigen und kraftvollen Sound sicher öfters auftritt. Die ikonische Melodie vom letzten Song vor der Zugabe „Spread Your Love“, dazu ein straight-scheppernder Drumbeat und die Hookline mit Doppelgesang der Rebellenführer. Jeder Ton ein erneuter Aufprall mit dem Motorrad gegen die Wand. Ganz groß! Die Zugabe endete dann mit „Lose Yourself“, dem Rausschmeißer des neuen Albums. An sich ein ganz guter eher tragend-trauriger Song, aber live als Betthupferl nicht unbedingt die beste Wahl. Dennoch: 6 von 6 Bierflaschen! Prost!

 

SETLIST:
Let the Day Begin (The Call cover)
Rival
Red Eyes and Tears
Hate the Taste
Beat the Devil’s Tattoo
Whatever Happened to My Rock ’n‘ Roll (Punk Song)
Ain’t No Easy Way
Berlin
666 Conducer
Returning
Mercy
(Robert solo acoustic)
Devil’s Waitin‘
(Peter solo acoustic)
Fire Walker
Windows
Conscience Killer
Teenage Disease
Stop
Love Burns
Lullaby
In Like the Rose
White Palms
Funny Games
Six Barrel Shotgun
Spread Your Love
—–
Sell It
Lose Yourself *

blackrebelmotorcycleclub.com
facebook.com/BRMCOfficial

Leave your response!

Add your comment below, or trackback from your own site. You can also subscribe to these comments via RSS.

Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam.

You can use these tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar.