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BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB – 18.11.2007, Köln, Prime Club

5 Dezember 2007 No Comment

BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB - 18.11.07, Köln, Prime Club

Das schon nach drei Wochen ausverkaufte und mit 600 Leuten gut besuchte BRMC-Konzert war vorweg gesagt: Der absolute Hammer! Vor zwei Jahren kamen die notorischen Lederjackenträger ebenfalls in den Prime Club, diesmal war alles noch eine Nummer gewaltiger. Ohne Vorband rockte der BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB fast zwei Stunden durch mittlerweile neun Jahre Bandgeschichte.

Diesmal sofort auf die Zwölf. Erster Song „Berlin“. Dann “Weapon Of Choice“, „Stop“. Der Saal bebte. Erst nach gut 20 Minuten kam dem Bassisten Robert Levon Been ein beherztes „Thank You“ über die Lippen, ansonsten schrie die Musik für sie. Gar nicht mal so laut, wie man es erwartet und gehofft hatte. Aber, obwohl man im Prime Club nicht immer die beste Sicht auf die Bühne hat, intim werden die Künstler mit dem Publikum automatisch.

Trotz dem erkälteten Robert und kränkelnden Schlagzeuger Nick Jago wurde der Gig zum Glück nicht gecancelt. Man habe mittlerweile so viele Freunde in Köln und wolle niemanden enttäuschen, hieß es glücklicherweise.
Einer dieser Freunde schenkte Robert eine ihm verblüffend ähnlich aussehende Marionette, mit der er stolz dem Publikum winkte. Dass kurz vor Ende seine Stimme versiegte störte dann niemanden.

Der BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB gehört mit mittlerweile vier Alben zum unweigerlichen Bonmot der Garagerock-Szene. Der brachiale bis bluesfolkige Klangteppich eröffnet ganz neue Konzerterlebnisse. Songs wie das überraschende „U.S. Government“ oder das obligatorische „Spread Your Love“ sind zwar simpel gestrickt und mit der klassichen Drums, Gitarre und Bass Kombination verhältnismäßig einfach bestückt. Aber der BRMC beweist, dass jede Band mit mehr Instrumenten Überfluss betreibt. „I gave my heart to a simple chord. I gave my soul to a new religion.”

Nach „Love Burns“ wechselten Peter und Robert die Positionen an Bass und Gitarre, sowie Lead und Backing Vocals, wobei letztere Unterscheidung des Öfteren verschwamm. Vielsaitigkeit scheint eine Tugend, die der BRMC außerordentlich beherrscht. Daher betörten nach den anfänglichen schnellen ein paar ruhigere Songs das gemischte aber meist schwarz-bekleidete Publikum, zu dem u.a. Blackmail Sänger Aydo gehörte.

„666 Conducer“ bot ein mehr-minütiges Gitarrengewittersolo par excellence bevor überhaupt der Refrain gespielt wurde. Live werden diese Songs – „666 Conducer“ exemplarisch für das unerreichbare dritte Album „Baby 81“ – zu ungestümen, sexy-dreckigen Psych-Rock-Biestern. Viele Songs wurden improvisiert und überraschten damit, nicht so wie auf Platte zu klingen. Der BRMC erweckt eigene Sounds zum Leben. Manchmal vielleicht ohne genau zu wissen was dabei rauskommt. Und das ist gut so!

Zur Zugabe drei Songs. Zuerst nur akustisch „Took Out A Loan“ von Peter mit Mundharmonika und später der letzte Song „High/Low“, eine B-Seite von „Stop“, der mit den Zeilen „keep it high, keep you low“ ein äußerst zufriedenes Publikum hinterließ. Ein kurzes „Vielen Dank“ beendete schließlich eine psychedelische Garagerock-Gala.

Setlist:

01 Berlin
02 Weapon
03 Stop
04 Love Burns
05 666 Conducer
06 Ain’t No Easy Way
07 Spead Your Love
08 Red Eyes And Tears
09 Awake
10 White Palms
11 Complicated Situation
12 Fault Line
13 As Sure As The Sun
14 American X
15 U.S. Government
16 Whatever Happened To My Rock’n’Roll (Punk Song)
17 Took Out A Loan
18 Ha Ha High Babe
19 High/Low

www.blackrebelmotorcycleclub.com

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