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Alle Artikel in der Kategorie Tonträger:


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[11 Dez 2019 | Kommentare deaktiviert für DIE STERNE – Anfang verpasst | ]
DIE STERNE – Anfang verpasst

Tapete bringt zum Jahresende eine üppige Werkschau der frühen Jahre der Hamburger Band „Die Sterne“ auf den Markt. Zeitlich genau passend zum Reboot mit neuer Platte im Februar 2020 wird hier auf epischer Länge mit 87 Songs auf sieben Tonträger verteilt, nochmal eindrucksvoll dargelegt, welche Pionierarbeit die Band in den Wendejahren ab 1990 leistete.

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[28 Nov 2019 | Kommentare deaktiviert für THE WHO – WHO | ]
THE WHO – WHO

Man kann sich bei einer Band, die vor vier Jahren ihr 50. Jubiläum gefeiert hat, kaum vorstellen, dass „WHO“ erst ihr 12. reguläres Studioalbum ist. Für die ersten 10 brauchten sie einen Zeitraum von 17 Jahren, in den Jahren seit 1982 haben sie genau ein Album zustande gebracht, das 2006 erschienene „Endless Wire“. Und auf dieser 13 Jahre alten Platte klangen sie so alt, wie sie jetzt in etwa sind. Oder älter gar noch. Mit „Be Lucky“ hauten sie vor 4 Jahren noch mal einen durchaus netten neuen Song für …

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[17 Nov 2019 | Kommentare deaktiviert für SEAN O‘HAGAN – Radum Calls, Radum Calls | ]
SEAN O‘HAGAN – Radum Calls, Radum Calls

Sean O’Hagan veröffentlicht mit „Radum Calls, Radum Calls“ sein zweites Soloalbum in knapp 30 Jahren. Das erste war Namensgeber für sein loses Bandkollektiv The High Llamas, das bis zum heutigen Tag auf rund ein Dutzend Veröffentlichungen kam. Virtuoser Streicherpop, der zwar wie Easy Listening wirkt aber über genügend Stilbrüche, Kniffe und Wendungen verfügt um von den Kritikern gefeiert und von einer treuen Anhängerschaft abgöttisch geliebt zu werden.

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[6 Nov 2019 | Kommentare deaktiviert für SUZAN KÖCHER’S SUPRAFON – „Suprafon“ | ]
SUZAN KÖCHER’S SUPRAFON – „Suprafon“

Ihr Debüt „Moon Bordeaux“ vor zwei Jahren hatte noch den Charakter eines Soloalbums, mittlerweile ist das Selbstverständnis von Sängerin Suzan Köcher, Gitarrist Julian Müller, Bassist Alfie Joy und Drummer Jens Vetter klar das einer Band. Sie haben aus den Songs von Köcher und Müller eine ganz eigenständige Musik geformt und insofern ist es nur konsequent, dass sie sich als Interpret jetzt Suzan Köcher’s Suprafon nennen. Supraphon (man achte auf die Schreibweise!) ist das größte tschechische Plattenlabel und veröffentlich seit 1932 hauptsächlich klassische Musik. Und Tschechien, insbesondere Prag, spielt auf diesem …

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[31 Okt 2019 | Kommentare deaktiviert für MICHAEL KIWANUKA – Kiwanuka | ]
MICHAEL KIWANUKA – Kiwanuka

Das dritte Album ist bei vielen Künstlern ein entschiedener Punkt der Karriere. Michael Kiwanuka wählt sogar die verschärfte Option, diese Platte auch noch als diese auszuerkoren, die den eigenen Namen zu tragen hat. Mutig. Aber er setzt hinter seinen Namen noch ein gefühltes Ausrufezeichen mit diesem Album. Die musikalische Entwicklung von dem eher akustisch gehaltenen Debüt über das experimentellere aber auch sehr inhomogene Zweitwerk hin zu „Kiwanuka“ ist ein kreativer Triumpf. Das neue Album ist beiden Vorgängern klar überlegen und zeigt das Schaffen von Michael Kiwanuka auf einem ersten Zenit.

Die …

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[30 Okt 2019 | Kommentare deaktiviert für SIMPLY RED – Blue Eyed Soul | ]
SIMPLY RED – Blue Eyed Soul

Viele denken bei Simply Red an Radiohits aus den 80s und 90s, die immer noch Radiohits sind und vielleicht das eine oder andere Mal zu oft im Programm liefen. Und Sänger und Mastermind Mick Hucknall musste sich immer wieder anhören, dass er doch nur ein Abklatsch der echten Soulsänger sei, die dann in der Regel eine andere Hautfarbe hätten.

Für das neue Album dreht er nun den Spieß um und nennt die Platte ganz bewusst „Blue Eyed Soul“, was durchaus ein Qualitätsmerkmal und kein Makel ist. „Blue Eyed Soul“ hat …

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[4 Okt 2019 | Kommentare deaktiviert für ALLAH-LAS – Lahs | ]
ALLAH-LAS – Lahs

„Holding Pattern“, das Eröffnungsstück von Album Nummer 4 im elften Bandjahr, klingt fast so als wären die Allah-Las direkt nach Crosby, Stills, Nash & Young vor genau 50 Jahren beim Woodstock Festival aufgetreten oder als hätten sie im Jahr 2019 einen Soundtrack-Beitrag zu Tarantinos „Once upon a time in Hollywood“ abgeliefert.

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[23 Sep 2019 | Kommentare deaktiviert für BELLE & SEBASTIAN – Days Of The Bagnold Summer (OST) | ]
BELLE & SEBASTIAN – Days Of The Bagnold Summer (OST)

Auch wenn manche Pressestimme bereits vorab lauthals schrie, dass die Rückkehr der Schotten zu ihren Wurzeln nur halbherzig sei und die alte Qualität des entschleunigten 90s Sounds nicht mehr erreicht werden könne, so ist der Soundtrack zum Film „Days Of The Bagnold Summer“ doch eine willkommende Reminiszenz an den Sound, den die Band einst bei so vielen einsamen Shoegazern ins Jugendzimmer brachte.

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[18 Sep 2019 | No Comment | ]
CALEYA – Lethe

Wie könnte ein wütender Ätzbrocken von Musik eingängig und filigran klingen? CALEYA aus Hamburg beweisen wie es geht. Mit „Lethe“ haut das Quintett ein kluges Album in die Welt, das fokussierter und reifer als seine Vorgänger klingt aber unverkennbar die eigene Handschrift der Band trägt. Auf knapp 23 Minuten bietet sich feinster Blackened Posthardcore, dessen Melodiebögen und Riffs von blastigem Norwegen-Gekeife, über CONVERGE bis zu Kopfnicker-Riffs im Stile MASTODONS einiges abdeckt.

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[12 Sep 2019 | Kommentare deaktiviert für NIELS FREVERT – Putzlicht | ]
NIELS FREVERT – Putzlicht

Schwermütig und herbstlich wogen die Streicher beim instrumentalen Prelude „Bei laufendem Motor“. Das „Comeback“ des ehemaligen Sängers der Nationalgalerie, nach 5 Jahren Sendepause, setzt atmosphärisch dort an wo man ihn erwarten durfte. Melancholische Metaphern, kurz vor der Resignation aber „Immer noch die Musik“ als Rettungsanker, wenn gar nichts mehr geht.