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Alle Artikel in der Kategorie Tonträger:


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[18 Aug 2017 | No Comment | ]

JAMES ROYAL – was ein Name für einen Künstler, der zwischen 1965 und 1972 ganze 18 Singles veröffentlichte und dabei keinen einzigen Charthit verbuchen konnte. Auf der Rückseite der neuen Zusammenstellung von RPM „Call My Name: Selected Recordings 1964 – 1970“ wird ROYAL dann auch noch großspurig als „king of British blue-eyed soul“ betitelt. Kling irgendwie nach Augenwischerei könnte man auf den ersten Blick meinen. Etwas skeptisch ist man jedenfalls schon, wann man das Rezensionsexemplar in den CD-Player schmeißt. Mit dem druckvollen, aber auch nicht über die Maßen außergewöhnlichen Cover …

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[17 Aug 2017 | No Comment | ]
MARK WYNTER – Venus In Blue Jeans: The Pop Years 1959-1974

Britische Pop Musik vor den BEATLES hat nicht gerade den besten Ruf. Wenn man mal LONNIE DONNEGAN außen vorlässt, der den Skiffle quasi im Alleingang auf die musikalische Landkarte gesungen hat, gibt es nur wenige Ausnahmen, die auch heute noch auf offene Ohren stoßen. Die meisten Pop-Sänger dieser Zeit waren bestenfalls nette, aber zahnlose Elvis-Verschnitte wie BILLY FURY, MARTY WILDE, CLIFF RICHARD, ADAM FAITH und eben auch MARK WYNTER. Der Sänger und Schauspieler veröffentlichte fleißig Singles auf Decca und Pye Records und hatte damit Anfang der 60er immerhin vier Top …

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[3 Aug 2017 | No Comment | ]
FUZZY VOX – No Landing Plan

FUZZY VOX aus Frankreich haben sich dem britischen R’n’B verschrieben und kommen jetzt mit ihrem zweiten Album „No Landing Plan“, das es in verschiedenen Versionen gibt. Zum einen gibt es eine CD, aber auch zwei verschiedene LP-Varianten, von der die eine ein Cut-out-Cover hat, durch das man die Innenhülle sehen kann. Interessanterweise gibt es auf der LP zwei Bonustracks, die die CD nicht hat, das ist sonst ja eher anders herum. Diese sind zwei gelungene Coverversionen, zu einen der Easybeats-Klassiker „Good Times“, bei dem Lisa Kekaula als Gastsängerin mitwirkt, und …

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[6 Jul 2017 | No Comment | ]
Milk Of The Tree: An Anthology of Female Vocal Folk & Singer-Songwriters 1966-1973

Das Musikgeschehen Anfang der 60er Jahre war ein von Männern dominierter Zirkus. Auf den Manager- und Studio-Stühlen saßen zumeist erfahrene Mogule, die so gar keine Lust hatten ihre Monopol-Stellung aufzugeben. Sie bestimmten was aufgenommen wurde, wer was schrieb, produzierte und sang. Die aufkeimende Beat-Welle machte dieser machtbesessenen Idee einen ersten Strich durch die Rechnung, nachdem Bands wie die BEATLES, die KINKS oder etwas später auch die ROLLING STONES und HOLLIES mit eigenem Material zu großen Erfolgen kamen. Die Rolle von Frauen war im Musik-Mainstream der Zeit allerdings noch eine ganze …

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[6 Jul 2017 | No Comment | ]
Bob Stanley & Pete Wiggs present English Weather

Wenn man an englisches Wetter denkt, kommen einem wohl als erstes verregnete Herbsttage in den Sinn. Für sonnige Sommertage ist die Insel jedenfalls nicht gerade bekannt. Genau diese Stimmung von wolkenverhangenen Tagen, die man lieber zu Hause verbringt, fangen Bob Stanley und Pete Wiggs in ihrer auf ACE Records veröffentlichten Zusammenstellung „English Weather“ ein. Englischer Folk und milder Prä-Prog Rock der späten 60er und frühen 70er mit einer Ahnung von bereits vergangenen psychedelischen Tagen findet sich dann auch passenderweise auf dieser nicht nur in der Theorie feinen Compilation.
Direkt zum Einstieg …

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[1 Jul 2017 | No Comment | ]
TEMPEST MAN / FOOKS NIHIL – Split LP

Dass eine Vinyl-Platte zwei Seiten hat, kann Ballast oder Segen sein. Auch in der Vergangenheit gab es schon viele Acts, die auf die Rückseite einer vermeintlichen Hitsingle auch noch einen weiteren Song packen mussten. Und je nach Qualität des Outputs des Künstlers war das dann entweder eine Nummer, die übrig war bzw. nicht gut genug für das Album oder auch eine noch unbekannte Perle, die die Single dann noch zu einem besonderen Sammlerstück machte. Vorausgesetzt es wurde nicht einfach ein Track verwendet, der auch in gleicher Form auf dem Album …

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[1 Jul 2017 | No Comment | ]
Spaced Out – The Story Of Mushroom Records

Die Idee unabhängige kleine Labels zu gründen gab es auch schon vor dem Indie-Boom der jüngeren Pop-Geschichte. Bereits Ende der 60er (man vergesse dabei auch nicht den Independent-Pionier JOE MEEK, aber das ist eine andere Geschichte), kamen einige Bands und Produzenten auf die Idee unabhängig von den Business-Riesen arbeiten zu wollen, um eigenwillige Klanguniversen zu schaffen, die es in den selbst auf Major-Ebene experimentierfreudigen 60s sonst nicht gegeben hätte. Mushroom Records war ein solcher kleiner Laden, der unter der Führung von Produzent VIC KAERY Anfang der ’70er ein buntes Sammelsurium …

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[24 Jun 2017 | No Comment | ]
THE PEEJAYS – Set The Record Straight

„A UK band from Heidelberg“ prangt stolz auf der Internetseite der PEEJAYS und stellt ohne große Umschweife klar, wo die Band ihre Vorbilder gesucht und gefunden hat. Der seelige Brit-Pop der 90er hat für die fünf Musiker nie an Glanz verloren und findet ganz selbstverständlich Einzug in die Kompositionen der PEEJAYS. An Inspiration scheint es der Band jedenfalls auch auf deutschem Boden nicht zu mangeln. So ist ihre zweite Platte direkt ein Doppelalbum geworden: „Set The Record Straight“. Doch was gibt es denn genau richtig zu stellen? Das Brit-Pop nicht …

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[18 Jun 2017 | No Comment | ]
EMILY BARKER – Sweet Kind Of Blue

EMILY BARKER ist in England bekannt geworden durch den Titelsong für die BBC-Krimiserie „Wallander“ mit Kenneth Branagh in der Hauptrolle. Für ihr neues Album erfüllte sie sich einen Traum und ging nach Memphis in das Sam Phillips  Recording Studio – das wohlgemerkt nicht das klassische Sun Studio ist, sondern ein Studio, das Phillips nach seiner Trennung von Sun aufgebaut hatte.
Lässt man die nostalgischen Referenzen beiseite und konzentriert sich auf die wesentlichen Aspekte, die für „Sweet Kind Of Blue“ von Belang sind, stellt man fest, dass die Entscheidung in Memphis, im …

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[2 Jun 2017 | No Comment | ]
U2 – The Joshua Tree (30th Anniversary Edition)

Sie waren damals wirklich eine der großen Hoffnungen der Rockwelt. U2 waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von „The Joshua Tree“ die Band von der man sich erhoffte, dass sie das Loch, das durch das Ende von Bands wie Led Zeppelin, The Who, Pink Floyd (oder auch die damals durchaus wahrscheinliche Trennung der Rolling Stones) entstanden war, füllen können würden. Die Anzeichen waren gut. „War“ 1983 mit den Singles „New Year’s Day“ und „Two Hearts Beat as One“ hatte die Band in die erste Liga gespielt, dazu kamen gefilmte Auftritte von …