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Alle Artikel in der Kategorie Tonträger:


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[6 Nov 2019 | Kommentare deaktiviert für SUZAN KÖCHER’S SUPRAFON – „Suprafon“ | ]
SUZAN KÖCHER’S SUPRAFON – „Suprafon“

Ihr Debüt „Moon Bordeaux“ vor zwei Jahren hatte noch den Charakter eines Soloalbums, mittlerweile ist das Selbstverständnis von Sängerin Suzan Köcher, Gitarrist Julian Müller, Bassist Alfie Joy und Drummer Jens Vetter klar das einer Band. Sie haben aus den Songs von Köcher und Müller eine ganz eigenständige Musik geformt und insofern ist es nur konsequent, dass sie sich als Interpret jetzt Suzan Köcher’s Suprafon nennen. Supraphon (man achte auf die Schreibweise!) ist das größte tschechische Plattenlabel und veröffentlich seit 1932 hauptsächlich klassische Musik. Und Tschechien, insbesondere Prag, spielt auf diesem …

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[31 Okt 2019 | Kommentare deaktiviert für MICHAEL KIWANUKA – Kiwanuka | ]
MICHAEL KIWANUKA – Kiwanuka

Das dritte Album ist bei vielen Künstlern ein entschiedener Punkt der Karriere. Michael Kiwanuka wählt sogar die verschärfte Option, diese Platte auch noch als diese auszuerkoren, die den eigenen Namen zu tragen hat. Mutig. Aber er setzt hinter seinen Namen noch ein gefühltes Ausrufezeichen mit diesem Album. Die musikalische Entwicklung von dem eher akustisch gehaltenen Debüt über das experimentellere aber auch sehr inhomogene Zweitwerk hin zu „Kiwanuka“ ist ein kreativer Triumpf. Das neue Album ist beiden Vorgängern klar überlegen und zeigt das Schaffen von Michael Kiwanuka auf einem ersten Zenit.

Die …

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[30 Okt 2019 | Kommentare deaktiviert für SIMPLY RED – Blue Eyed Soul | ]
SIMPLY RED – Blue Eyed Soul

Viele denken bei Simply Red an Radiohits aus den 80s und 90s, die immer noch Radiohits sind und vielleicht das eine oder andere Mal zu oft im Programm liefen. Und Sänger und Mastermind Mick Hucknall musste sich immer wieder anhören, dass er doch nur ein Abklatsch der echten Soulsänger sei, die dann in der Regel eine andere Hautfarbe hätten.

Für das neue Album dreht er nun den Spieß um und nennt die Platte ganz bewusst „Blue Eyed Soul“, was durchaus ein Qualitätsmerkmal und kein Makel ist. „Blue Eyed Soul“ hat …

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[4 Okt 2019 | Kommentare deaktiviert für ALLAH-LAS – Lahs | ]
ALLAH-LAS – Lahs

„Holding Pattern“, das Eröffnungsstück von Album Nummer 4 im elften Bandjahr, klingt fast so als wären die Allah-Las direkt nach Crosby, Stills, Nash & Young vor genau 50 Jahren beim Woodstock Festival aufgetreten oder als hätten sie im Jahr 2019 einen Soundtrack-Beitrag zu Tarantinos „Once upon a time in Hollywood“ abgeliefert.

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[23 Sep 2019 | Kommentare deaktiviert für BELLE & SEBASTIAN – Days Of The Bagnold Summer (OST) | ]
BELLE & SEBASTIAN – Days Of The Bagnold Summer (OST)

Auch wenn manche Pressestimme bereits vorab lauthals schrie, dass die Rückkehr der Schotten zu ihren Wurzeln nur halbherzig sei und die alte Qualität des entschleunigten 90s Sounds nicht mehr erreicht werden könne, so ist der Soundtrack zum Film „Days Of The Bagnold Summer“ doch eine willkommende Reminiszenz an den Sound, den die Band einst bei so vielen einsamen Shoegazern ins Jugendzimmer brachte.

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[18 Sep 2019 | No Comment | ]
CALEYA – Lethe

Wie könnte ein wütender Ätzbrocken von Musik eingängig und filigran klingen? CALEYA aus Hamburg beweisen wie es geht. Mit „Lethe“ haut das Quintett ein kluges Album in die Welt, das fokussierter und reifer als seine Vorgänger klingt aber unverkennbar die eigene Handschrift der Band trägt. Auf knapp 23 Minuten bietet sich feinster Blackened Posthardcore, dessen Melodiebögen und Riffs von blastigem Norwegen-Gekeife, über CONVERGE bis zu Kopfnicker-Riffs im Stile MASTODONS einiges abdeckt.

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[12 Sep 2019 | Kommentare deaktiviert für NIELS FREVERT – Putzlicht | ]
NIELS FREVERT – Putzlicht

Schwermütig und herbstlich wogen die Streicher beim instrumentalen Prelude „Bei laufendem Motor“. Das „Comeback“ des ehemaligen Sängers der Nationalgalerie, nach 5 Jahren Sendepause, setzt atmosphärisch dort an wo man ihn erwarten durfte. Melancholische Metaphern, kurz vor der Resignation aber „Immer noch die Musik“ als Rettungsanker, wenn gar nichts mehr geht.

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[28 Aug 2019 | Kommentare deaktiviert für ADAM GREEN – Engine Of Paradise | ]
ADAM GREEN – Engine Of Paradise

Wow! So etwas nennt man wohl „A Return To Form“. 16 Jahre nachdem er mit „Friends Of Mine“ erfolgreich den Durchbruch als Solokünstler und die Abnabelung von den Moldy Peaches vollzogen hat, gelingt dem New Yorker mit seiner zehnten Soloveröffentlichung, eine Platte wie aus einem Guss.
Etwas mehr als 30 Minuten Spielzeit, sein gänsehauterzeugender Bariton und ein Streicherquartett, das jeden der 10 Songs zu einem Erlebnis macht. Das gab es so zwingend lange nicht mehr von ihm.
Als hätte Scott Walker den Anti-Folk am Ende doch noch für sich entdeckt, perlen hier …

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[20 Aug 2019 | Kommentare deaktiviert für DIE LIGA DER GEWÖHNLICHEN GENTLEMEN – Fuck Dance, Let’s Art! | ]
DIE LIGA DER GEWÖHNLICHEN GENTLEMEN – Fuck Dance, Let’s Art!

Deutschlands englischste Modrevialband zeigt auch mit Album Nummer 5, dass Verliererattitude, hanseatische Coolness, Fußball und Zitatenreichtum bestens in der eigenen Muttersprache funktionieren können.
Vom ersten Stück „Der letzte große Bohemien“, einer Ode an die unbeschwerte aber abgerissene Künstlernatur wie man sie noch in Hamburger Kneipen findet bis hin zu „Hässlich und faul, Musik und der HSV“, dem uncoolsten Early-80s-Namedropping im Jahr 2019 (Waldhof Buben, Lars Bastrup, Fahrrad fahren, K-tel) bekommt der Kunde hier 100% DLDGG als kostengünstige Partydroge serviert.
Mit dem sehr sehr cleveren Titel „Fuck Dance, Let’s Art“ versehen und von …

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[4 Aug 2019 | Kommentare deaktiviert für DIE HÖCHSTE EISENBAHN – Ich glaub dir alles | ]
DIE  HÖCHSTE  EISENBAHN – Ich glaub dir alles

Mit Album Nummer drei nimmt Die Höchste Eisenbahn immense Fahrt auf und löst die Versprechen ein, welche die beiden Vorgänger bereits andeuteten. Das Cover des ghanaischen Künstlers Ataa Oko spiegelt somit auch perfekt die DNA dieser Scheibe wieder.
Ein buntes Fabelwesen, eine Mischung aus Tier, Geist und Mensch, springt einem entgegen. Trägt es einen Clownshut oder doch eher eine Krone? Ist es gutartig, doch eher bissig oder will es einfach nur spielen?
Es ist alles zugleich, wie diese Platte eindrucksvoll demonstriert. Zappelig, mit einer unbändigen Spielfreude ausgestattet legt das Kollektiv los. Bereits …