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COLDPLAY – 02.11.2011, Köln, E-Werk

5 November 2011 No Comment
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COLDPLAY - 02.11.11, Köln, E-Werk

Bevor COLDPLAY im Dezember auf der ausverkauften Stadiontournee in der Kölner Lanxess-Arena ihr fünftes Album „Mylo Xyloto“ vorstellen, beglückten die vier Briten bei einem exklusiven Radiokonzert im E-Werk der Domstadt gut 1.500 Zuschauer in ungewohnt kleinem Rahmen. Nach der Moderation der 1LIVE-Moderatoren Olli Briesch und Michael Imhof betraten COLDPLAY pünktlich um 21 Uhr die mit Graffiti gestaltete Bühne. Als Opener diente der Instrumental-Titeltrack ihres aktuellen Nummer-1-Albums „Mylo Xyloto“, der an „Zurück in die Zukunft“ meets „Starwars“ erinnerte. Erfurchtsvolle Spannung lag in der Luft.

Die Stimmung der glücklichen Ticketgewinner und VIP-Touristen bedurfte keinerlei Warm-Up-Zeremonie. Alle Anwesenden wussten: In einem so relativ intimen Rahmen werden sie die Megaband um Frontmann Chris Martin wahrscheinlich nie wieder erleben. Der neue Song „Hurts Like Heaven“ war dann der erste Track des Radiokonzerts, das von 28 Radiosendern in 17 Länder übertragen wurde. Gefolgt von „Yellow“ und „In My Place“, die die grenzenlose Begeisterung der teils sehr weit angereisten Fans ins Unermessliche steigerten. Anfangs hatte Chris Martin mit ein paar Akustikgitarren-Problemen zu kämpfen, die von den zahlreichen Roadies aber schnell beseitigt wurden. Die bemalten Klampfen waren ohnehin kaum zu hören.

Insgesamt spielten COLDPLAY in gut 70 Minuten 16 Lieder. In der Mitte des mitreißenden Sets glänzte unter den neuen Songs einzig die aktuelle Single „Paradise“. Bei der Stadionhymne „Viva La Vida“ sang das komplette E-Werk den Refrain schon bevor der Song überhaupt richtig anfing. Die Fans konnten fast alle Songs mitsingen und ließen sich den Spaß auch nicht nehmen. Driver waren aber weiterhin die alten Songs „The Scientist“ oder „God Put A Smile Upon Your Face“. Hätten sich COLDPLAY nach ihrem 2002er-Album „A Rush Of Blood To The Head“ aufgelöst, hätte ihre Britpop-Krone vielleicht den ein oder anderen Zacken mehr gehabt.

Chris Martin sang und tanzte sich die Seele aus dem Fair-Trade-Leib und fragte unter tosendem Jubel immer wieder ob „everybody ok is“. Die obligatorische Lasershow strahlte bis in die letzten Reihen und außer einem „you look great, you sound great, we’re happy to be here“ blieb wegen der zeitlich limitierten Radioaufzeichnung kaum Platz für Publikumsinteraktion. Das Fan-Transparent „Coldplay is my Paradise“ wurde mit einem kurzen Fingerzeig Martins bedacht.

Ansonsten brillierten Jonny Buckland, Guy Berryman und Will Champion mit der perfekten Intonation eines Kunststudenten-Soundtracks. Zur Zugabe gereichten sie noch „Clocks“, „Fix You“ und zuguterletzt „Every Teardrop“ und das war’s dann auch schon. Das komplette Radiokonzert wird am 7. November um 23:15 Uhr im WDR Fernsehen bei Rockpalast zu sehen sein.

coldplay.com

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