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DE LA SOUL – 18.06.2016, Düsseldorf, Stahlwerk

20 Juni 2016 3 Comments
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DE LA SOUL ain`t dead!

Hip Hop füllt erneut das Stahlwerk in Düsseldorf. Henry Storch, der im Rahmen der Different Strokes Reihe bereits Smif `n` Wessun, Lord Finesse, Masta Ace und andere in die alteingesessene Location geholt hat, greift wieder tief in die Plattenkiste, um zu den Wurzeln zu gelangen. Rapfans von der 1. bis zur 3. Generation warten auf die Hip Hop Pioniere aus den USA.
Rewind in das Jahr 1989. DE LA SOUL veröffentlichen 3 Feet High and Rising auf Tommyboy. Die Native Tongue Family Mitglieder lassen Reime fließen, die über Jazz, Rock und Country spazieren und lachen den Rappern, die böse Gesichter wie echte Gangster machen, ins Gesicht.

Wieder vorwärts in das Jahr 2016. Support Phat Kat hat leider abgesagt und so spielt sich der Warmup Dj durch die Klassiker der Rapgeschichte. Maseo (Vincent Mason) von DE LA SOUL betritt unter lautem Beifall die Bühne, wärmt die Wheelz of Steel auf und rollt den roten Teppich mit den Beats für die MCs Posdnous (Kelvin Mercer) und Dave (David Jude Jolicoeur) aus. Und wir sind mittendrin im DE LA SOUL Kosmos, der die Zuhörer durch Veröffentlichungen aus 27 Jahren mitnimmt. Band und Publikum verneigen sich gemeinsam vor dem Genre, das die Anwesenden durch die letzten beiden Jahrzehnte getragen hat: „Who remembers 1989, who remembers 1991, who remembers 1993, who remembers 1996“? schallt es duch das Stahlwerk und erinnert an die Meilensteine der Bandhistorie mit den Platten 3 Feet High and rising, DE LA SOUL Is Dead, Buhloone Mindstate und Stakes Is High, von denen an diesem Abend Tracks wie „Me, Myself and I“, „Ego Trippin’“, „Stakes Is High“ gespielt werden.

Schon die erste Line von „Forever“ aus dem Album Are You In? von 2009 macht klar: „Yo, and we won`t stop rockin’ `til we retire.“ Das Zusammenspiel von DE LA SOUL und Düsseldorf ist kinderleicht, alle heben die Hände, nicken mit den Köpfen und doppeln die Ansagen der MCs: „De la De la De Laaaa…If we say Ah, you say Ah!“ Nach 75 Minuten ist der Auftritt vorbei, krankheitsbedingt sind die Stimmbänder von Dave strapaziert, doch die Zugabe „Ring, Ring, Ring“ lassen sich DE LA SOUL nicht entgehen. Unter Beifall verlassen Dave und Posdnous die Bühne. Maseo, der während des Auftritts das Djpult auch gegen das Mic getauscht hat, verabschiedet sich im Stahlwerk von der Hip Hop Gemeinde und erinnert an die Anfänge von DE LA SOUL, die mittlerweile bereits Enkelkinder haben: „Three motherf***ers who started 28 years ago at college.“ Vom vorzeitigen Ruhestand kann jedoch keine Rede sein. Am 26.08.2016 veröffentlichen DE LA SOUL das Album „And The Anonymous Nobody“, auf dem Snoop Dogg, Damon Albarn von Blur, Usher und andere als Gäste vertreten sind.

 

Hier ist unsere Bildergalerie:

 

Fotos: Andreas Heller
Text: Tim Müller

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3 Comments »

  • Raoul Zahl said:

    Moin, das erinnert ja stark an Ratingenweb-Zeiten Jungs, toller Bericht 🙂

    Ich hatte die Ehre, De La Soul ´89 (+ Stereo MCs) & ´91 im Tor3 erleben zu dürfen,die Jungs sind live einfach genial…

    Grüße an Jennifer O Jenny 😉

  • SirPreiss said:

    War ein kurzes, aber auch sehr gutes Konzert! Wenn ein Künstler fast drei Jahrzehnte Hits geschrieben hast kommt es an so einem Abend auch nur noch auf die Reihenfolge an, wann was gespielt wird. Ich denke, da iost keiner enttäuscht worden.

    Und ach ja, sehr schöne Fotos 🙂

  • Andreas Heller (author) said:

    Da hast du Recht. Uns hat es auch sehr gut gefallen. Vielen Dank für dein Kompliment.

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