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DROPKICK MURPHYS – 06.02.2012, Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle

9 Februar 2012 No Comment
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rv_dropkickmurphys2012Fast genau auf den Tag zwei Jahre nach ihrem letzten Besuch waren die DROPKICK MURPHYS wieder in Düsseldorf. Damals hieß die Philipshalle zwar noch Philipshalle und nicht anders, ansonsten hat sich wenig geändert. Die Halle war voll, viele der Anwesenden auch und die Band spielte gewohnt mitreißend, wenngleich routiniert, ihr Set herunter.

Es ist Standard jeder Rockshow, dass der jeweilige Auftritt und sein Publikum das beste sind. Natürlich. Und am nächsten Abend ist es in der nächsten Stadt genauso. Wenn die DROPKICK MURPHYS aber in Düsseldorf spielen, ist die artikulierte Band-Begeisterung vielleicht sogar echt oder zumindest echter und die Lobeshymne auf das Publikum ein bisschen individueller als woanders. Düsseldorf nämlich hat sich zum DROPKICK MURPHYS-Pflaster entwickelt. Nirgends in Deutschland spielen sie in einer größeren Halle und nirgends kommen mehr Menschen zu den Gigs. Auch dieses Mal pilgerten über 5000 zu der Show. Und das an einem Montagabend.

Wie immer wird es trotz inzwischen deftiger Eintrittspreise kaum einer bereut haben, denn die DROPKICK MURPHYS liefern konstant auf hohem Niveau ab und an der Performance der Folkpunker gab es auch diesmal nichts zu meckern. Gleiches gilt traditionell für den Support, der wie eigentlich immer bei DROPKICK MURPHYS-Gigs ein frühes Kommen erstrebenswert macht. Dieses Mal fungierten die feinen Kölner Rockabillys SEWER RATS sowie das Punkschwergewicht THE BOUNCING SOULS als Anheizer. Letztere spielten sich entspannt durch ihr 30-Minute-Set, wobei aber allenfalls gegen Ende bei „True Believer“ und dem leider unvermeidlichen „Here We Go“ nennenswert Stimmung aufkam.

Da hatte man sich etwas mehr versprochen, aber der Schatten der Nummer 1 war an diesem Abend wohl zu groß und die Vorfreude, die sich in den immer lauter und mächtiger werdenden „Let‘s Go Murphys, Let’s Go“-Sprechchören äußerte, war klar fokussiert und am Ziel, als das Intro Foggy Dew von Sinnead O’Connor ertönte.

In der Folge spielten sich die MURPHYS gutgelaunt durch ein Best-Of ihrer Songs, bei dem Fans der ersten Stunde genauso auf ihre Kosten kamen wie neu dazugewonnene Party-Rocker. Von „Boys on The Docks“ bis hin „I’m Shipping Up To Boston“ gab es alles, was erwartet wird und dazu auch einige Songs vom aktuellen Album „Going Out In Style“, die sich der Stimmung nach prächtig ins Live-Set eingefügt haben. Dieses endete obligatorisch mit „Kiss Me I’am Shitfaced“ (Mädels dürfen auf die Bühne) und „Skinhead On The MBTA“ (ein paar Jungs kommen auch noch auf die Bühne) sowie dem AC/DC-Cover „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“.

Alles gut also und erwartungsgemäß spaßig, dass es am Ende doch was zu meckern gibt, liegt nicht an der Band, sondern an den verschärften Sicherheitsbedingungen. Gut, vielleicht müssen die sein, der Ärger der zahlenden Fans ist dennoch verständlich, wenn man trotz hoher Eintrittspreise keine Chance hat, in den ersten Reihen zu stehen. Die nämlich befanden sich in einem abgesperrten Bereich, bei dem nicht klar war, wer nun neben Gästen und Medienschaffenden genau Zutritt bekommen hatte. Deutlicher war, dass das auch der Stimmung vor der Bühne nicht besonders gut getan hatte.

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