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FETTES BROT – 02.09.2016, Hannover, Gilde Parkbühne

5 September 2016 No Comment
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FETTES BROT - 02.09.2016, Hannover, Gilde Parkbühne Foto: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Die netten Bengels des HipHop sind da. Live, in Farbe, Open Air und bei bestem Wetter. Was will man mehr? Natürlich Hits, Hits, Hits. Und die gibt es an diesem Abend an der mit rund 4500 Besuchern ausverkauften Gilde Parkbühne en masse. Nachdem die großartigen GROßSTADTGEFLÜSTER das Publikum formidabel aufgewärmt haben,  beginnen FETTES BROT ihr Set gleich mit einem ihrer größten Smasher: „Nordish by Nature“ bollert aus den Boxen, und nach den ersten Takten der Liveband hüpfen Björn Beton, König Boris und Dokter Renz schon euphorisch wie Flummis auf der Bühne herum. Ihren mittlerweile gut 20 Jahre alten Hit haben die mittlerweile auch nicht mehr so ganz jungen Jungs ein bisschen aufgepeppt – mit Sequenzen aus nerdigen Songs wie „I like to move it“ und „Ghostbusters“. Das Publikum merkt gleich: Hier sind drei HipHopper und eine Band ganz auf Party eingestimmt.

Solche musikalischen Spielereien gibt es an dem Abend noch ein paarmal zu hören. Beim Klassiker „Jein“ bauen FETTES BROT zum Beispiel das Thema von Harold Faltermeyers „Axel F.“ aus dem Film Beverly Hills Cop von 1984 ein. Das erhöht den Spaß- und Partyfaktor und lässt alte Hits in neuem Glanz erstrahlen.

Tatsächlich spielen FETTES BROT nur wenige Songs vom aktuellen, mittlerweile auch schon wieder ziemlich genau einem Jahr alten Album „Teenager from Mars“. Statt dessen gibt’s eine feierwütige Reise durch die musikalische Geschichte der BROTE: Vom Klassiker „The Grosser“ über „An Tagen wie diesen“, „Da draußen“ und „Bettina“ bis zu den Zugaben „Emanuela“, „Von der Liebe“ und dem finalen und furiosen „Schwule Mädchen“ ist an diesem Abend fast alles dabei was das BROTE-Herz begehrt. Dazu gesellt sich zum Abschluss noch ein hübscher „Hannover – oh oh“-Gesang von König Boris nach der bekannten Melodie von „Volare“, wie sie mit ebendiesem Hannover-Bezug gerne auch im benachbarten Fußballstadion von Hannover 96 gesungen wird.

Aber auch abseits der schon während des Konzertes immer wieder aufbrandenden Hannover-Zwischengesänge wissen Björn Beton, Dokter Renz und König Boris das Publikum gut zu unterhalten. Die Ansagen sind witzig und knackig, das Publikum darf tanzen und die Arme bewegen, von der Tribüne  hinter dem Innenraum lassen die Drei eine La Ola in Richtung Bühne rollen. Dass FETTES BROT keine Nazis mögen, machen sie ebenso in einer Ansage deutlich – und ernten eine Menge Jubel dafür.

Kurz vor Schluss haut die Band mit „Bettina“ noch einmal einen umjubelten Knaller raus, den das Publikum aus voller Kehle mitbrüllt. Nach 21 Songs ist dann Schluss auf der Gilde Parkbühne – und glücklich verlässt das Publikum mit einem „Hannover, oh oh“ auf den Lippen das Gelände.

Fotos & Text: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

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