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HURRICANE FESTIVAL 2007, Scheeßel, Eichenring

6 Juli 2007 No Comment
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HURRICANE Festival am 22.-24. Juni 2007 in Scheeßel

Beim süddeutschen SOUTHSIDE verlor bei den Aufbauarbeiten nach einem Sturm ein Sanitäter sein Leben und das Festival seine Zeltbühne. Blitzartig kamen dem geneigten HURRICANE Besucher die Unwetter-Bilder des letzten Jahres in Erinnerung. Doch so schlimm sollte es im Norden diesmal nicht werden. Mit rund 65.000 Zuschauern, 65 hochrangigen Acts an drei Tagen und mittlerweile 150 Hektar Gelände gehört das HURRICANE Festival zu den besten europäischen Rockfestivals.

Das erste Highlight setzten die australischen Riff-Rocker JET. „Fucking Cosmic!“, wie einer der etlichen englischen Besucher bekundete. Auf der Zeltbühne konnten die COLD WAR KIDS dann allerspätestens mit dem Hit „Hang Me Up To Try“ auch diejenigen beglücken, die nur zum Trocknen vorbei kamen und keine dämlichen Werbemüllsäcke trugen.
Nach den QUEENS OF THE STONEAGE, die wie vom Skorpion gestochen durch ein Presslufthammer Set rockten, mussten die grandiosen BEASTIE BOYS mit einem ziemlich bescheidenen Sound auf der Hauptbühne auskommen. Mike Diamond und seine Kollegen im feinen Zwirn konnten den fehlenden Bums aber mit genügend Hits kompensieren, geschweige denn der imposanten Lightshow, die auch zu befremdlichen Experimental-Jazz Songs herhielt.

Vor THE BRAVERY und THE SOUNDS glänzten am Samstagnachmittag vor allem MUMM-RA. Die englischen Neulinge hatten noch am Vorabend ihr Debüt auf dem Glastonbury präsentiert, wo es angeblich noch mehr Matsch gab. Die MANIC STREET PREACHERS waren wie immer großartig.  Und auch ARCADE FIRE und BLOC PARTY übertrafen trotz Regen alle Erwartungen, bis uns letztendlich MARYLON MANSON „Sweet Dreams“ für die letzte Nacht bescherte. Die kalifornischen Garagepunker THE BLOOD ARM animierten dann am Sonntag einige tausend Frühaufsteher zum gemeinschaftlichen Hinsetzen. Sänger Nathaniel Fregoso tanzte in den Massen, bevor alle aufsprangen und „I – love – all the girls, cause all the girls like me“ schrien. Bei ausnahmsweise schönem Wetter führten die frisch rasierten Pfarrerskinder KINGS OF LEON am frühen Sonntagabend zu wahren Begeisterungsstürmen, die wenig später bei PLACEBO noch verdichteten. Dicht waren dann auch SONIC YOUTH wie schon Tags zuvor die ähnlich verschrobenen MOGWAI.

Der krönende Abschluss aber war, neben dem exklusiven Glanzkonzert von PEARL JAM, die Party von DEICHKIND mit Gummiboot und Trampolin. Den Reaktionen der jüngeren Fans zufolge waren die vier Hamburger der heimliche Headliner. Mit ordentlichem Remmydemmy wurde das elfte HURRICANE am Eichenring in Scheeßel damit derbe abgefeiert. Und all das ohne großes Unwetter!

www.hurricane.de

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