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JD MCPHERSON – Let The Good Times Roll

9 Februar 2015 No Comment
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JDMcPherson

Es ist da! Nach dem fulminanten Debütalbum Signs and Signifiers von 2011 stieg die Spannung schier ins unermessliche, brachte JD MCPHERSON doch gleich mit seiner ersten Solo-Platte eines der besten Rock-n-Roll-Alben der vergangenen Jahre heraus. Und spätestens wenn man ihn, Jimmy Sutton und ihre musikalischen Mitstreiter auf der letzten Tour live erlebte, sah man, mit welcher Leidenschaft hier Rockabilly und Rhythm & Blues ins 21. Jahrhundert katapultiert wurde, ohne dabei etwas von ihrer Authentizität einzubüßen.

Nun also Let The Good Times Roll. War das erste Album noch mit einer 90-prozentigen Hitdichte überzogen, wobei man bei fast keinem Stück die Füße still halten mochte, wartet MCPHERSON hier mit einer breiteren musikalischen Spanne auf. Tiefgründiger, fast schon schwerer mutet der Sound an manchen Ecken und Enden an.

War Signs and Signifiers noch die große, spaßige Rock-n-Roll-Sause, erscheint das neue Album in manchen Momenten fast wie der Kater danach. Ruhiger, nachdenklicher doch dabei nicht weniger intensiv und unterhaltsam. Hier werden aber keine wirren Musikexperimente gewagt, vielmehr hat JD MCPHERSON sein musikalisches Spektrum mit Bedacht erweitert und beweist damit Mut zu Höhen und Tiefen.

Let The Good Times Roll ins Herz zu schließen muss mehr erarbeitet werden, als es beim Vorgänger der Fall war und eben das macht das Album auch so gut. Dass man neben einigen sofortigen Lieblingstracks (Its All Over But The Shouting, Head Over Heels) auch Stücke vorfindet, mit denen man sich auch nach zahlreichen Hörgängen nicht richtig anfreunden mag, gehört dazu.

Vielleicht gerade weil es anders geworden ist, als man es zunächst erwartet hatte, ist Let The Good Times Roll ein mehr als würdiger Nachfolger von Signs and Signifiers. Oder anders formuliert: Wäre die zweite Platte genau wie das Debütalbum gestrickt gewesen, nur nicht ganz so gut, gäbe es vermutlich gar keinen Grund, sich die nächste MCPHERSON-Veröffentlichung überhaupt zuzulegen. Jetzt ist mehr denn je klar, mit dem Typen muss man rechnen.

Trackliste:

01. Let The Good Times Roll
02. Bossy
03. It’s All Over But The Shouting
04. Bridgebuilder
05. It Shook Me Up
06. Head Over Heels
07. Shy Boy
08. You Must Have Met Little Caroline?
09. Precious
10. Mother Of Lies
11. Everybody’s Talking ‚Bout The All-American

Bewertung: 6 von 6
Label: Rounder Records
VÖ: 06.02.2015
Format: CD/LP/MP3

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