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KILIANS – Lines You Should Not Cross

20 August 2012 No Comment

KILIANS - Lines You Should Not Cross

Angekündigt als die „jüngsten alten Hasen im deutschen Pop-Geschäft“, liefern die KILIANS mit ihrem Drittwerk “Lines You Should Not Cross“ ein frisches Album ab, mit dem sie ihren britisch angehauchten Ruhpott-Indierock konsequent weiterführen und das für die Band trotzdem einen Neuanfang beschreibt. Bereits das Debütalbum „Kill the Kilians“ erschien 2007 in minderjähriger Breitbeinigkeit dank prominenter Schützenhilfe bei Universal und spätestens mit “They Are Calling Your Name“ auf Platz 32 der Charts waren die jungen Dinslakener in aller Munde. Sogar Coldplay lud die KILIANS ein, ihre Stadionauftritte zu supporten.

Fast zwei Jahre war es dann eher still um den sympathischen Fünfer. Die Radios spielten ihre Hits wie „When Will I Ever Get Home“ weiter und CRO sampelte „Fight The Start“ für seinen Track „Einmal um die Welt“. Irgendwie hat es mit dem Major für das neue Album dann aber nicht mehr geklappt, doch ihr neues Label Grand Hotel van Cleef steht ihnen eh viel besser zu Gesicht. Wie ein lärmender Befreiungsschlag klingt “Lines You Should Not Cross“ jetzt zwar nicht, die Luft geht den KILIANS songwritingtechnisch gesehen aber auch nicht aus. Die Faust-erhobene „Wir sind wieder da“-Partystimmung gibt es allerdings erst auf Tour zu erleben!

Direkt mit dem starken Opener „Start Again“, gefolgt von der ersten Single „Dirty Love“ lassen sie es auf ihrem gefühlten Comebackalbum gewohnt krachen und steuern mit den eher sommerlichen Tracks wie „In It For The Show“ oder „Felony“ auch gerne mal in Richtung Pop, ohne in allzu seichtes Fahrwasser zugeraten. Insgesamt wurde allerdings ein Gang rausgenommen und die neuen Songs klingen etwas weniger druckvoll und aufbrausend.

Als Produzent des dritten Longplayers saß übrigens der studierte Tontechniker Simon Frontzek an den Reglern. Ein alter Freund der immer noch jungen und trinkfesten Band und bekannt als Sir Simon und Tomte-Keyboarder. Bei „Simon & Simon in Love“ teilte er sich mit dem wunderbaren KILIANS-Sänger Simon den Hartog – der zudem zwischenzeitlich eine Solotour bestritt – auch schon die Bühne. Das Projekt hat also Früchte getragen.

Natürlich geht es auf der dritten Platte um Enttäuschungen und viele Textzeilen lassen sich in Bezug auf die jüngste Bandhistorie interpretieren. Aber allein der Titel „Never Go To Work Again“ verrät schon, dass sie weiterhin einfach das machen wollen, was sie alle am meisten lieben: Arbeit, die sich nicht wie Arbeit anfühlt. Und wenn du erst einmal den Teufel gesehen hast, wie es ein Track besingt, dann kann es nur bergauf gehen! Schön, dass sie wieder da sind!

Label: Grand Hotel van Cleef
VÖ: 24.08.2012
Bewertung: 4/6

the-kilians.de

Trackliste:
01. Start Again
02. Dirty Love
03. Do It Again
04. Not Today
05. In It For The Show
06. Felony
07. Never Go To Work Again
08. Coconut
09. Places
10. You See The Devil
11. Walk Behind
12. Just Like You
13. For You

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