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LOVE MACHINE – Times To Come

18 März 2018 No Comment
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Love Machine sind keine echten Newcomer mehr, „Times To Come“ ist bereits ihr drittes Album, aber es ist ihr erstes Album auf dem Label Unique, dessen Gründer Henry Storch vor ein paar Wochen tragischerweise verstarb. Auf dem Cover ist erstmals ein Foto der Band sitzend bzw. stehend in einem Blumenkreis zu sehen. Die Plattencover davor waren abstrakter gestaltet. Zuvor hatten sie 2016 mit „Circles“ auf Tonzonen Records bereits eine Platte geschaffen, die sie in ihrer noch aktuellen Besetzung zu fünft präsentierte und eine deutliche Weiterentwicklung zu ihrem Debüt „A Present To The Galaxy“ von 2014 markierte, auf dem die Band noch ohne ihren zweiten Gitarristen Hendrik Siems zu hören war. Auf „Time To Come“ klingen die Düsseldorfer jetzt noch stärker auf die Gitarren fokussiert als auf den Vorgänger, die mehr Keyboardsounds von Felix Wursthorn, der neben der Gitarre auch die Tasten bedient, enthielten.

Love Machine bewegen sich wie viele interessante Bands aus diesem Land in einem Retrospektrum, das von The Doors über Grateful Dead bis hin zum Krautrock reicht. Sie inszenieren sich überaus haarig und barfüssig, bewegen sich textlich auch in Themen und Phrasen, die man in diesem Kontext so erwartet und obwohl man diese Umstände auch als Grundlage für eine vernichtende Kritik nehmen könnte, überzeugt ihre Musik, überzeugen ihre Songs durch Stimmigkeit, durch Bandharmonie – so abgedroschen es klingen mag: Die Vibes stimmen einfach.

Sänger Marcel Rösche gibt den abgeklärten Schamanen, er erinnert an Magicmad und seine frühere Band Kummerfield, der es gelang in den 90s gelang ganz ähnliche Vibes made in Germany zu erzeugen. „Got To Love“ ist der Opener und überhaupt scheint das Message der Platte die Liebe zu sein. „We are Love Machine and we love you“ steht auf dem Innentext und es hat den Eindruck als würde die Band es auch ernst meinen. An wen die Liebe gehen soll, erzählt gleich der zweite Song „To The Universe“ und wie bereits zuvor beschrieben, könnte man hier kübelweise Spott ausgießen, aber das würde der Musik nicht gerecht, denn was die Band liefert, ist eine absolut stimmige Mischung aus Songwriting und Arrangement. Es ist verdammter Hippiescheiß, aber es ist verdammt authentischer und auch berührender Hippiescheiß. Und das muss halt so.

Bewertung: 5 von 6

www.lovemachinegermany.com

Label: Unique Records

Tracklist:

  1. Got to love
  2. To the universe
  3. Blue eyes
  4. Solar phallus
  5. Visions
  6. Times to come
  7. Earth, again

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