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NADA SURF – Haldern Pop Bar, 19.01.2012

19 Januar 2012 No Comment
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NADA SURF Haldern

20 Jahre Intro Magazin, 20 Jahre NADA SURF. Grund genug bis 20 km an die holländische Grenze zu reisen und einem ganz besonderen und intimen Konzertabend in der Pop Bar des Festivaldörfchens Haldern beizuwohnen. Die 100er-Gästeliste war nur glücklichen Gewinnern vorbehalten und doch war die Bar mit rund 80 Besuchern nicht ganz gefüllt. Den Auftakt machte der junge US-Singer/Songwriter NIGEL WRIGHT, der an diesem Abend sein Europadebüt gab und bereits für das örtliche Open Air im August gebucht wurde.

Fast zehn Jahre sind seit unserem Kühlkammer-Interview mit Sänger/Gitarrist Matthew Caws nun vergangen und bis auf ein paar Haare hat er nichts von seinem Charme verloren. Seit dem 1996er-Hit „Popular“ weiß das bescheiden-beflissene Trio mit einem Alleinstellungsmermal-Sound sondergleichen seine Fans immer wieder mit neuen Songs zu verzaubern. Trotz oder wegen der kurzen Auftrittsdauer präsentierten sie in Haldern aber nicht etwa einen Best-Of-Querschnitt, sondern fingen gleich mal mit dem Opener „Clear Eye, Clouded Mind“ vom kommenden 7. Album „The Stars Are Indifferent to Astronomy“ an. Auch wenn sie live gerne rocken, zeugte ihr Pop-Bar-Gastspiel von den akustischen Qualitäten der Band und auch ihrer Songs.

Nebst E-Bass und der akustischen Instrumentierung von Ira Elliot mit Kuhfell-Schuhen am Cajon lag der Schwerpunkt aber auf der glasklaren und juvenil-hohen Stimme des SängersPassend dazu schmückte das DEPECHE MODE Cover „Enjoy The Silence“ die Mitte der Setlist. Mit „Inside Of Love“ und „See These Bones“ fingen die glücklichen Zuschauer dann an, ihre Alt-geölten Stimmen langsam warm zu singen. Und zwischen den Songs gab es als Dank immer wieder augenzwinkernde Ansagen. Zum Beispiel als Matthew auffiel, dass „Secrets“ wie auch der darauffolgende Neuling „Teenage Dreams“ mit den gleichen Akkorden beginnt. Aber den KINKS sei das ja auch schon passiert. Dreadlock-Basser Daniel Lorca konterte schmunzelnd, ob das nicht bei allen Songs ihrer ersten drei Alben so war.

Weil die Nachbarn der Haldern Pop Bar in letzter Zeit desöfteren von den wohl ausgesuchten Klängen ihrer jetzt schon kultigen Dorfmusiktheke wach gehalten werden, war um Punkt 22 Uhr leider schon Schluß mit lustig. Für die einzige Zugabe stellte Matthew Caws das Weinglas nochmal zur Seite und gereichte einen ihrer größten Schmachtsongs „Always Love“. Wunderschön! In gut einem Monat gehen NADA SURF auf Deutschlandtour und vielleicht sehen wir sie im Festivaldörfchen unseres Vertrauens ja auch schon bald wieder.

nadasurf.com
haldernpop.com

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