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NEW FALL FESTIVAL 2011 mit JENS LEKMAN & JUNIP, Düsseldorf

17 Oktober 2011 No Comment
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NEW FALL FESTIVAL mit JENS LEKMAN & JUNIP - 15.10.11, Düsseldorf, museum kunst palast

Hinsetzen. Zuhören. Genießen: Letzte Woche gastierten beim Düsseldorfer NEW FALL FESTIVAL in der sonst klassisch genutzten Tonhalle und dem Robert-Schumann-Saal Bands, die sonst eher dem Unterhaltungssektor, dem erwachsenen Pop zugeordnet werden. Unter dem Motto „Hinsetzen. Zuhören. Genießen“ feierte das NEW FALL FESTIVAL damit eine erfolgreiche Premiere mit Acts wie NOUVELLE VAGUE, AGNES OBEL, GENTLEMAN und am vorletzten Abend der herbstlichen Festivalwoche eben auch mit den Schweden JENS LEKMAN und der Band JUNIP am 15.10.2011.

Neben dem allgegenwärtigen Jubel über die gelungene Festivalidee mit hochgelobten Acts wurde den bestuhlten Konzerten stets andächtig gelauscht und am Ende regnete es sogar Seifenblasen-Fontänen. Mit JENS LEKMAN konnte der Veranstalter, die SSC Group aus Düsseldorf (Open Source Festival) einen mehr als angesagten Songwriter verpflichten, dessen Konzerte eigentlich stets auf großes Publikumsinteresse stoßen. Der spezielle Rahmen des NEW FALL FESTIVALS ließ allerdings auf einige leere Stühle in den letzten Reihen blicken.In den vorderen Reihen wurde zu „Black Cab“ oder „The Opposite Of Hallelujah“ dafür umso mehr mitgeschunkelt und dank der schwedischen Charme-Offensive auch oft zusammen gelacht. LEKMAN hatte „An Argument With Myself“ und sang von seiner unerfüllten Liebe zur Spiderman-Geliebten Kirsten Dunst („Waiting For Kirsten“) und von seinem Schlüssel, den er um den Hals trägt. Am Ende verzichtete er gar auf die Mikrofonierung und spielte Applaus-überschüttet am Rande des Saals ohne seinen gewichtigen Schlagzeuger oder den gegen Ende glorreich malträtierten Sample-Computer, just unplugged. Just LEKMANN!Im Anschluss standen ab 22.30 Uhr mit der Band JUNIP und ihren Musikern José González, Tobias Winterkorn und Elias Araya alte Bekannte von LEKMANN auf der Bühne. González besuchte nämlich den gleichen Kindergarten in der Nähe von Göteborg, was auch beide Musiker erwähnten und das Doppelkonzert an diesem Abend noch ein bisschen intimer machte. JUNIP sind spätestens seit ihrem Song „Heartbeart“, das in einem Sony-Werbespot zu hören war, über die schwedischen Grenzen hinaus bekannt. Doch es war der Sohn argentinischer Eltern, José González, der aus dem Synthie-Track erst eine erfolgreiche Akustikhymne machte, die der Band ihren dunklen Unplugged-Sound verpasste.

Im Robert-Schumann-Saal waberten JUNIP gut anderthalb Stunden vor sich her und hier und da flackerten die Melodiebögen aus dem psychedelischen Folkpop-Gedudel heraus. Der Sound war weiter hinten im Raum schon eher zum Dark-Pop-Brei verschmolzen, dessen repetitive Instrumentierung sich um die Stimme von José González in der Mitte der Bühne rankten und nur selten für Solos emporragten. Ein Detail, das den Auftritt neben dem sehr wohligen NEW FALL FESTIVAL Ambiente noch besonders machte, war ein Keyboard, das wähend des Gigs einfach vom Ständer fiel und außer dem Keyboarder alle Musiker und Zuschauer zum Lachen brachte. Wir sind entzückt und freuen uns auf das nächste Jahr!

Foto (JUNIP) von New Fall Festival  © Thomas Spallek

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