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NIELS FREVERT – 07.05.2012, Düsseldorf, zakk

13 Mai 2012 No Comment

Niels Frevert-Düsseldorf, zakkNIELS FREVERT ist ein deutscher Sänger und Liedermacher und schon seit gut 20 Jahren mit Band und Solo auf deutschen Bühnen unterwegs. Und wenn man nicht Oli Schulz oder Reinhard Mey heißt, dann ist man mit dieser Art von Musik immer ein Nischenprodukt. Die Nische, in die man sich an diesem Abend drängte war der Clubraum im Düsseldorfer zakk.

Eröffnet wurde das Konzert durch einen Soloauftritt von Markus „Major“ Günter der Düsseldorfer Band ONE EYE OPEN. Ein Mann und eine Gitarre, mehr nicht. Diese Kombination ließ nur Raum für die ganz leisen Töne und so erlebten die zahlreich erschienen Zuschauer eine Konzerteröffnung der sehr ruhigen Gangart. Aber dafür waren schließlich auch alle gekommen. Nach einem kurzen Set inklusive Chanty-Chor-Einlage des Publikums, war der andere Solomusiker an der Reihe.

Im Gegensatz zum Vorprogramm brachte NIELS FREVERT gleich eine Ganze Latte an Musikern mit auf die Bühne, was somit ein ganz anderes Klangvolumen hervorbrachte. Doch auch mit Keybord und Cello im Hintergrund, ist er noch Solokünstler und der unbestrittene Alleinunterhalter des Abends. Los ging es mit Stücken seines neuen Albums Zettel auf dem Boden. Mit Schlangenlinien, Blinken am Horizont und 1m² Regenwald machte er gleich ordentlich Werbung für seine 2011 erschienene Platte.

Auch die folgenden älteren (und somit etablierten) Lieder wie Du kannst mich an der Ecke rauslassen oder Seltsam öffne mich wurden mit einer ebenso kontemplativen Ruhe vom Publikum aufgenommen wie die ersten Stücke. Für den außen stehenden Beobachter mochte das vielleicht nicht so wirken, aber das war pure Euphorie. NIELS FREVERT macht Texte, bei denen es sich tatsächlich lohnt zuzuhören (was heute schon selten genug ist) und das tat man an diesem Abend auch.

Während viele Liedermacher-Kollegen Wert auf ironische Texte legen, beschränkten sich NIELS FREVERTS Humoreinlagen auf das Pausengerede. Dabei bewies er, dass er sich selbst auch nicht zu ernst nimmt. Nach einem ausführlichen Streifzug durch sein bisheriges Repertoire ließ er sich noch für zwei weitere Zugaben auf die Bühne zurückholen. Dort bekam man nochmals zwei Stücke vom aktuellen Album sowie zwei absolute Klassiker (Kickdown und Du musst zuhause sein) zu hören. Am Ende waren alle glücklich und das verdammte neue Lied mit der Leiche wollte einem auch nächsten Tag nicht mehr aus dem Kopf gehen.

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