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NOEL GALLAGHER’S HIGH FLYING BIRDS – 03.10.2012, Düsseldorf

4 Oktober 2012 No Comment
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NOEL GALLAGHER'S HIGH FLYING BIRDS - 03.10.2012, Düsseldorf, MEH

„Nicht für hungernde Kinder“, so hatte NOEL kurz vor seinem Düsseldorf-Besuch die Hoffnung auf eine mögliche OASIS-Reunion niedergemacht. Seit einem Jahr tingelt der ältere GALLAGHER jetzt schon mit seinem veritablen Debütalbum durch die Welt und knackte damit nun auch die 1-Millionenmarke, von der sein kleiner Bruder mit BEADY EYE nur träumen kann.

Beim siebten Deutschlandkonzert von NOEL und seinen HIGH FLYING BIRDS durften die mittlerweile etwas unhysterisch gewordenen Fans ein recht solides Konzert in der abgehangenen Ex-Philipshalle erleben, das im internationalen Vergleich allerdings weit hinten ansteht. Etwas griesgrämig war NOEL live ja schon immer, aber hätte es da nicht ein paar lustige Publikumsblödeleien bezüglich überzogener Liedwünsche gegeben, man hätte denken können, der Chief hatte einen eher schlechten Tag erwischt.

Vielmehr lag es wohl daran, dass am deutschen Einheits-Nationalfeiertag auch NOELs Manchester City gegen Dortmund spielte und er sicherlich lieber vor dem TV gesessen hätte, als in ein paar tausend relativ regungslose Krautgesichter in der Mitsubishi Electric Halle zu starren, die noch nicht mal richtig Englisch können: „You wanna BUY me a 100€? I give you a 1000€ to shut up“.

Musikalisch ging der ziemlich gesittete Konzertabend mit JAKE BUGG los. Einem blutjungen Singer/Songwriter aus Nottingham, der mit seinem Mix aus Folk, Britpop und Fingerpicking-Country auf offene UK-Ohren traf und zurecht als heißer Scheiß gehandelt wird. „My name is Jake Bugg, like the bug with two ‚g'“, sagte er seinen letzten Song „Lightning Bolt“ an, bei dem er – groovig umrahmt von Bass und Schlagzeug – nach der Akustik- wieder zur E-Gitarre griff und damit ziemlich gut ankam.

Die Setlisten von NOEL GALLAGHER sind trotz der vielen Konzerte ja meist deckungsgleich: Neben dem obligatorischen Opener „It’s Good To Be Free“, dem Live-Liebling „Freaky Teeth“, statt „Wonderwall“ auf der Akustikklampfe „Supersonic“, einzig überraschend „D’Yer Wanna Be A Spaceman?“ und zur Zugabe „Let The Lord Shine A Light On Me“. Neben ausgewählten OASIS Classics überwiegen bis zur Zugabe die neuen Songs, mit denen er sein eigenes Erbe wohlverdient antritt.

Nach dem anfänglich eher mittelmäßig gemischten Sound, musste das Konzert erst langsam in Fahrt kommen. Vor allem „What A Life“, „Record Machine“ oder am Ende „Little By Little“ machten Publikum und Band sichtlich am meisten Spaß. Zum Abschluss das „Don’t Look Back In Anger“-Candy, aber insgesamt kein Funkensprung. In Manchester trennten sich die Fussballteams kurz nach Konzertende ebenfalls unentschieden.

Setlist:
It’s Good To Be Free
Everybody’s On The Run
Dream On
If I Had A Gun
The Good Rebel
The Death Of You And Me
Freaky Teeth
Supersonic
D’Yer Wanna Be A Spaceman?
(I Wanna Live In A Dream In My) Record Machine
AKA… What A Life!
Talk Tonight
Soldier Boys And Jesus Freaks
AKA… Broken Arrow!
Half The World Away
(Stranded On) The Wrong Beach

Let The Lord Shine A Light On Me
Whatever
Little By Little
Don’t Look Back In Anger

noelgallagher.com

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