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OCEAN COLOUR SCENE – Saturday

5 Februar 2010 No Comment
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OCEAN COLOUR SCENE - SaturdayZum Besten, was das britische Königreich in Sachen Sixites-BritRock in den letzten 20 Jahren zu bieten hat, gehören OCEAN COLOUR SCENE auf jeden Fall! Ihr einstiges Meisterwerk „One From The Modern“ ist jetzt auch schon wieder zehn Jahre alt. „Saturday“ ist nun ihre Antwort auf die alten Zeiten. Zwar ohne vergleichbare Hits, aber mit ordentlich Gitarrenkraft. vor zwei Jahren hatten sie mit dem Vörgängeralbum „On the Leyline“ ja bereits wieder zu alten Ehren gefunden.

Gitarrist Steve Cradock nahm in der Zwischenzeit ein Soloalbum auf und spielte auf Paul Wellers „22 Dreams“ eine tragende Rolle. Nachdem Bassist Damon Minchella OCS in 2003 verließ, wurden mit Andy Bennett und Dan Sealey zwei neue Musiker gefunden, die auf der aktuellen Scheibe auch eigene Songs beigesteuert haben.

Und auf der finden sich überall quietschende Gitarren-Riffs, treibende Bassläufe und Simon Fowlers omnipräsente Stimme. Der zweite Track „Mrs Maylie“ geht dank Stakkato-Klavier und eingängier Melodieführung direkt ins Bein. Haufenweise Effekte, Streicher, Posaunen, Trompeten und eine Querflöte sorgen für eine dichte Instrumentierung des Albums, die sich mit ruhigeren Stellen abwechseln, um dann schnell wieder den Refrain zu schmettern. Der insgesamt progressivere Sound entsteht vor allem aus der Mischung aus ruhigen und tanzbaren Songs.

Die all zu melancholischen Momente der letzten OCEAN COLOUR SCENE Alben sind jedoch eher seltener geworden. Die Mittvierziger wollen es eben noch mal wissen. Der Titeltrack „Saturday“ liefert dann die Art von Hookline, für die sie in den Neunizgern beispielsweise mit dem „The Riverboat Song“ unsterblich wurden. Jetzt trumpfen sie eher mit den besinnlicheren Songs wie der nächsten Single „Magic Carpet Day“ auf, die interessanter Weise auf den Mod-Style eingeht, indem textlich bestätigt wird, dass man nie zu alt sein kann, um sich jung genug zu fühlen.

Doch irgendwie sind viele der neuen Songs eher flüchtig. Einmal durchgehört lassen sich auf Anhieb keine Anspieltipps formulieren. Aber Album hin oder her, Live sind OCEAN COLOUR SCENE immer granate! Wenn sie denn mal kommen. Im März werden sie aber bei zwei Shows in deutschen Hard Rock Cafes auftreten, um ihr neuntes Album vorzustellen.

Mit dabei sein wird auch der offizielle Bandfotograf Stefan Dürr, der auch bei „Saturday“ ganze Arbeit geleistet hat und eine schicke Collage aus den berühmten Waliser Rockfield Studios ins Booklet gepflanzt hat. Und Rockfield heißt auch der letzte Song auf der Platte, der mit einer epischen Mischung aus „Tomorrow Never Knows“ und „Baba O’Riley“ das insgesamt leider nur kurzweilig ansteckende Album beschließt.

Bewertung: 4/6
Label:
Moseley Shoals Records 
VÖ:
05.02.2010
http://oceancolourscene.com/

Trackliste:
01. 100 Floors Of Perception
02. Mrs Maylie
03. Saturday
04. Just A Little Bit Of Love
05. Old Pair Of Jeans
06. Sing Children Sing
07. Harry Kidnap
08. Magic Carpet Days
09. The Word
10. Village Life
11. Postal
12. Whats Mine Is Yours
13. Fell In Love On The Street Again
14. Rockfield

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