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PASCOW – 21.01.11, Düsseldorf, Linkes Zentrum

24 Januar 2011 No Comment
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Pascow @ Linkes Zentrum Düsseldorf 2011

PASCOW zeigten im Linken Zentrum in Düsseldorf warum sie in Sachen Deutschpunk die Band der Stunde sind. Spielfreude und Power der Musiker paarten sich mit dem Enthusiasmus der Fans und sorgten für einen mitreißenden Abend.

Dabei war der erste Eindruck etwas unglücklich. PASCOW waren noch mit dem Soundcheck beschäftigt, als sich der Hinterhof schon füllte. Dass zu sehen und zu hören nimmt einer Band auch immer etwas von ihrer Magie und man mag es kaum glauben, dass es ebendiese vier Herren waren, die keine drei Stunden später alle Anwesenden glücklich gemacht hatten. Zumal das, was zu diesem Zeitpunkt aus den Boxen kam, ziemlich verwaschen klang und wenig hoffen ließ.

Und die Befürchtungen bestätigten sich bei der Vorband KARATE DISCO. Deren letzte Platte „Discostress“ hatte mehr versprochen, als an diesem Abend eingehalten wurde, was sicher auch und vielleicht sogar zu einem großen Teil am matschigen Sound lag. Stimmung kam deswegen wenig auf, Songs wie „100x Schlimmer“ blieben trotzdem im Ohr.

Man weiß nicht, was die Mischer in der kurzen Pause dann an ihren Knöpfen gedreht haben, aber das Ergebnis konnte sich endlich hören lassen. Oder PASCOW haben Superkräfte. So von wegen: PASCOW brauchen keinen guten Sound. Sie sind der Sound. Oder stehen zumindest drüber. Wie auch immer, schon nach Sekunden war das Bild vom Soundcheck passé. Hier standen nicht mehr vier Typen mit der Aura von Bummelstudenten. Hier stand, spielte und begeisterte die derzeit zurecht angesagteste Punkband des Landes und zeigte sich von ihrer Sonnenseite. Will heißen: Spielfreude, Energie, die pure Lust am Punkrock und natürlich Hits, Hits und nochmal Hits.

Und das der Großteil des Publikums im vollen Hinterhof auch jeden einzelnen dieser Songs mitsingen kann, wurde bereits beim Opener „Lauf Forrest Lauf“ deutlich und auch beim folgenden „Äthiopien die Bombe“ vom neuen Album „Alles muss kaputt sein“ (hier geht es zur Rezension). Dessen Songs verstanden sich übrigens blendend mit den älteren Sachen.

Wie lange PASCOW dann gespielt haben, dass werden die wenigsten Anwesenden noch wissen. Gefühlt können es nur Minuten gewesen sein, auch wenn auf der Setlist 26 Lieder standen. Aber die Natur des Menschen ist nun mal ein Arschloch, dass die guten Zeiten viel zu schnell passieren lässt. Gedankenfetzen aus dem Zeitloch sind: Gänsehautmoment bei „The Strongest Of The Strange“ (an welcher Stelle dürfte klar sein). Glückliche Blickwechsel mit Fremden. Mitsingen bei Liedern, deren Text man nicht kann. Andere Bierholen schicken, damit man selber nichts verpasst. Euphorisch gewesen. Bis heute.

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