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PENNYWISE – 23.06.16, zakk, Düsseldorf

1 Juli 2016 No Comment
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Pennywise_Jim-Lindberg_Duesseldorf_2016

Vom ersten Bier bis zur Bro Hymn – PENNYWISE sorgten im zakk in Düsseldorf für blaue Flecken und ein gutes Gefühl.

Früher in der Dorfdisko, gleicher Ablauf jeden Freitag, und doch packte es einen immer wieder, wenn dann nach zu viel Bier und kurz vorm Licht angehen, der DJ „Stand by me“ spielte. Dass „Stand by me“, bei dem es nach dem Break aufs Ganze geht.

Früher wie heute, gleicher Ablauf jedes Mal, natürlich darf ein PENNYWISE-Konzert nicht anders enden. Irgendwann, nach zu viel Bier und kurz vorm Licht angehen, spielt diese verdammte Band diesen verdammten Coversong und wieder geht es ab, und wieder geht es durch und wieder weckt es Erinnerungen, die den Abend rund und außergewöhnlich machen.

Es ist aber auch zu schön gewesen, hier und heute. Bestes Sommerwetter, mit GOOD RIDANNCE eine Vorband, die allein schon das Kommen lohnt und dann eine Hauptband, die nach einigen Krisen wieder voll auf der Höhe ist. Das Ganze vor ausverkauften Haus und einem begeistertem Publikum, welches Erinnerungen an das LAGWAGON-Konzert weckte, dass fast auf den Tag genau vor einem Jahr an gleicher Stelle stattgefunden hatte (hier geht es zur Rezension).

Irgendwie wirkte das Ganze wie ein Klassentreffen, bei dem sich die Skatepunk-Class von 1995 noch einmal gemeinsam die alten Geschichten erzählt. Kleiderordnung und das Durchschnittsalter zumindest legten nahe, dass die meisten wohl auf ähnliche Erfahrungen und Sozialisationen zurückblicken und auch heute noch bereit ist, diese Vergangenheit immer mal wieder hochleben zu lassen – vor allem wenn Helden von damals in die Nachbarschaft kommen.

Nichts anderes sind PENNYWISE. Helden von damals, die jedoch nichts verlernt haben. Wieder mit Jim Lindberg am Mikrofon holzte sich das Punkurgestein spielfreudig durch eine ausgewogene Setlist, die sich viel im früher aufhielt, in der Mitte ein paar Coverversionen bereithielt, bei denen sich alle des gemeinsamen Backgrounds versichern konnten, und die am Ende noch einmal richtig Fahrt aufnahm.

Angefangen mit dem groß mitgegrölten „Fuck Authority“ holten PENNYWISE im Schlussviertel noch mal alles raus, um dann wie immer einen Deckel drauf zu machen. Aber warum auch nicht, das Ganze ist schließlich eine Art Ritual. Und wer ein solches hat, der braucht auch keine Sperenzchen wie von der Bühne gehen und sich zurück rufen lassen. Der spielt einfach durch – und am Ende gibt es verlässlich das Hit-Doppel-Feature bestehend aus „Stand by me“ und „Bro Hymn“.

Zwei Songs, die sicher nicht die besten von PENNYWISE sind, die aber den großen gemeinsamen Nenner bilden, bei dem alle mitmachen und bei dem sich verlässlich die Nackenhaare aufstellen. So eine Schlusspointe darf man als Band einfach nicht verschwenden, sie ist ein Happy End. Und zwar eines, dass immer wieder prickelt.

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