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MARTERIA – 02.12.2014, Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle

19 Februar 2015 No Comment

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Am Abend bevor MARTERIA die 1LIVE Krone für den besten Liveact gewinnt, stellt er eindrucksvoll zur Schau, dass ihm dieser Preis zu Recht verliehen wurde. Denn bevor dies geschieht, wurde erstmal die Landeshauptstadt gerockt.

In einer gut gefüllten MITSUBISHI ELECTRIC HALLE geben er und seine Band mächtig Gas und spielen von vorne Weg einen Hit nach dem anderen. Was auf Platte manchmal etwas unzusammenhängend wirkt funktioniert Live wirklich fantastisch. Dies liegt allerdings auch daran, dass MARTERIA sein Publikum im Griff hat. Die Kommunikation ähnelt eher der eines Clubgigs und man merkt ihm einfach an, dass er es genau deswegen macht. Er ist der Kapellmeister und geniest sichtlich seinen Job. Die Anwesenden lassen sich allerdings auch nicht lange bitten und fressen ihm aus der Hand.

Die einzige Show, welche dies noch toppt, ist die seines alter Egos MARSIMOTO. Die komplette Bühne wird in ein leuchtendes Grün getaucht, vor dem MARSIMOTO nun im gleichfarbigen Kostüm und mit verfremdeter Stimme ein riesiges Fass aufmacht. Die Musik ist hierbei etwas anspruchsvoller und verlangt dem Publikum definitiv einiges ab. Nur die Animationen bleiben jedoch gleich. Hände hoch, springen, Männer allein, Frauen allein, Alle zusammen usw. Dies wirkt jedoch in keiner Weise wie eine große Rock/ Rapgeste sondern eher nach dem Anspruch allen Beteiligten einen guten Abend zu bereiten. So vergeht die Zeit wie im Flug und wenn man mal kurz innehält, fällt erst einmal auf, wie viele Hits der Mann schon im Programm hat. Und er spielt sie, als ob er die nächsten Wochen Zeit hätte sich davon zu erholen. Denn auch wenn man nicht auf diese Art von Musik stehen mag, so ist MARTERIA über eines sicher erhaben. Man kann diesem Mann nicht vorwerfen einfach ein Programm abzuspielen. Der gibt schon alles und hat die passende Einstellung. Der liefert einfach gut ab.

Gegen Ende des Konzerts gibt es dann auch noch Pyroshow und gefühlte hundert Mal für je dreißig Sekunden eine Eskalation vom feinsten. Die ganze Halle bebt und die Menschen flippen im Kollektiv aus. Dann kommt die Ansage in den kommenden dreißig Sekunden alle Shirts auszuziehen und sie in die Luft zu werfen. Diesem Aufruf folgen beeindruckend viele Zuschauer, obwohl ausserhalb der Halle schon dezembertypische Temperaturen herrschen. So sieht man im Foyer das ein oder andere suchende Gesicht, ob nicht vielleicht doch jemand ein Shirt zuviel hat. Vielleicht ist dies aber auch nur ein genialer Coup um möglichst viel Merchandising umzusetzen. Sei es drum, war echt ein guter Abend.

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