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SPOCK´S BEARD – 10 Fragen an Alan Morse

17 März 2013 No Comment
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Spock´s BeardDie amerikanischen Prog-Rocker SPOCK´S BEARD sind schon seit zwei Jahrzehnten unterwegs und veröffentlichen mit „Brief Nocturnes And Dreamless Sleep“ ihr bereits elftes Studioalbum. Nach einigen Besetzungswechseln, bei denen Mastermind Neal Morse und Drummer Nick D´Virgilio ausstiegen, hat sich die Band neu aufgestellt und kann mit einem frischen Sound überzeugen. Gitarrist und Gründungsmitglied Alan Morse nahm sich Zeit und beantwortete uns ein paar Fragen zum neuen Album.

1. Zwanzig Jahre SPOCK´S BEARD! Eine ganz schön lange Zeit. Was motiviert dich nach all den Jahren weiterhin hart im Studio zu arbeiten und auf Tour zu gehen? Sind es die gleichen Gründe, wie zu euren Anfangszeiten?

Nun, es ist schon ein ziemlicher Aufwand, aber dieser kann auch sehr entlohnend sein. Wenn sich alles zusammenfügt und toll klingt, dann fühlt es sich großartig an. Das Touren ist auch immer noch ein richtiger Spaß für mich, ich kann es gar nicht erwarten da wieder rauszugehen! Wenn es nach mir ginge könnten wir gar nicht oft genug touren, um dem Ganzen überdrüßig zu werden! Ich liebe es rauszukommen und die verschiedensten Plätze zu sehen und dabei auch noch für die Leute zu spielen. Ich versuche stets ein Fahrrad mitzunehmen, um tagsüber die verschiedenen Länder, in denen wir spielen, zu erkunden. Ohne es zu übertreiben, die Grundmotivation ist die selbe geblieben: es ist wie eine Art Berufung, wie dieses „dies ist der Grund, warum ich auf der Erde bin“-Ding

2. Meiner Meinung nach klingt „Brief Nocturnes And Dreamless Sleep” sehr frisch und irgendwie mehr auf den Song-orientierten Kern reduziert. Siehst du es ähnlich und wenn ja, war dies eine bewusste Entscheidung?

Nun, Vielen Dank! Es war nicht wirklich eine bewusste Entscheidung. Zumindest nicht für mich. Wir haben einfach das beste Material zusammengetragen, welches wir hatten und dabei die uns bestmögliche Platte produziert. Wir sind da nicht zu kalkulierend. Wir machen einfach nur was wir mögen und hoffen das unsere Fans es mögen werden und dann schauen wir einfach was passiert…

3. Ich finde die zwei Nummern auf eurem mittlerweile elften Album, an denen Neal mitgeschrieben hat, klingen total typisch für ihn bzw. den alten Spock´s Beard und ich muss zugeben diese zwei Songs nicht so sehr wie die restlichen fünf zu mögen-was mich selbst überrascht hat! Was waren deine Gedanken zu einerseits der Herausforderung eine neue Richtung, nach Weggang von Neal Morse und Nick D´Virgilio, zu finden und der gleichzeitigen Freiheit neuer Mitglieder, die erst ganz neue Entwicklungen ermöglichen?

Es tut mir leid dass dir die Songs nicht so gut gefallen haben. Es sind zwei meiner persönlichen Favoriten! Aber schön dass dir die anderen Nummern gefallen haben. Wir machen uns nicht so viele Gedanken über „neue Richtungen“ oder so etwas. Wie ich bereits sagte, wir machen aus dem was wir haben einfach das beste. Ich mag es wohin jenes „neue Blut“ uns derzeit führt. Ted (Leonard, Vocals) und Jimmy (Keegan, Drums) bringen eine super Energie in die Band. Ich kann es kaum erwarten diese neue Truppe mit auf Tour zu bringen!

4. Ich schätze deine „spacy“ Gitarrensounds. Sind sie ein Zufallsprodukt irgendwelcher Jamsessions oder gehst du hier planend vor?

Danke! Ich mag es im Studio alles recht offen zu lassen und finde es nicht gut Dinge zu sehr auszuarbeiten, bevor ich dort ankomme, gerade was Soli angeht. Ich liebe es so viel wie möglich zu improvisieren, um so alles frisch und unterhaltsam zu halten. Das nennt man doch Kreativität, oder?

5. Ich bin Mitte zwanzig und beobachte eine Art „Progrock-Revival“ in Teilen meiner Generation. Bands wie Mastodon, Porcupine Tree, Transatlantic oder Opeth, mit eindeutigen Reminiszenzen aus der Musik der Prog-Ära, rücken immer näher ins Licht des Mainstreampublikums. Wie erlebst du die Aufmerksamkeit für Progrock in diesen Tagen?

Mhh, nun, ich wünschte es gäbe mehr davon! Ich hoffe die Leute werden sich weiterhin mit dieser Musik beschäftigen, weil ich es liebe sie zu spielen.

6. Hier habt crowdfunding genutzt, um euer neues Album zu finanzieren. Wie kam es zu der Idee und glaubst du dies ist die Art, wie Bands zukünftig und gerade mit Blick auf das Internet und zögerliche Labels ihre Sachen verbreiten werden?

Es scheint mir so als müsste man es heutzutage zwangsläufig so machen. Wir haben es bereits so bei der letzten Platte gemacht und die Resonanz war großartig. Also warum hätten wir es diesmal anders machen sollen? Es ist einfach toll das wir genug Fans haben, die willig sind Geld bereit zu stellen für etwas das noch gar nicht aufgenommen wurde! Das ist der Weg der Zukunft. Nebenbei ist aber die Zusammenarbeit mit einer Plattenfirma hilfreich um von mehr Leuten gehört zu werden. Dies ist der Grund warum wir mit InsideOut erneut für dieses Album zusammen gearbeitet haben.

7. Welche Musik hörst du zurzeit? Gibt es irgendwelche neuen Bands, die du empfehlen würdest?

Ich mag Rival Sons, die sind ziemlich cool. Abgesehen davon höre ich vorallem ältere Sachen. Ziemlich eklektisches Zeug – Wagner, Charlie Parker, Bowie. Ich höre auch ziemlich viel Yoga-Musik, da ich seit kurzem Yoga-Lehrer bin!

8. Europa und gerade Deutschland und die Niederlande haben eine große Progrock-Szene begeisteter Fans. Wie sieht es in den Staaten aus? Es scheint ihr würdet mehr im „guten alten Europa“ als Zuhause spielen…

Yeah, wir sind im Vergleich zu Amerika um einiges bekannter in Europa. Keine Ahnung warum, aber ich vermute es ist einfach so!

9. Erzähl mir wie ihr euren neuen Frontmann Ted Leonard gefunden habt. Gab es eine Audition?

Nein, sowas wie Auditions machen wir nicht. Wir kannten Ted durch die Tourneen mit seiner Band Enchant und er hat mit Dave (Meros, Bass) an einem Seitenprojekt gearbeitet. Als wir ein paar Angebote bekamen Festivals zu spielen fragten wir ihn für Nick (D´Virgilio, der von den Drums in die Position des Frontmanns wechselte) als Ersatz zu singen. Es hat super funktioniert, weswegen es die natürlichste Entscheidung war ihn zu nehmen. Ich finde es klappt wunderbar, ich könnte nicht glücklicher sein!

10. Kannst du ein Album benennen, welches du über Jahre hinweg immer wieder gerne hörst?

Sicher, da gibt es einige. Eines meiner absoluten Lieblinge ist „Aladdin Sane“ von David Bowie. Großartige Songs und Mick Ronson an der Gitarre ist überragend!

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