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STEREOPHONICS – 11.04.2005, Wuppertal, Rex

29 April 2005 No Comment
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Chart-Manipulation, Entführung im Irak und Sharon bei Bush hörte man da im vollen Rex Theater in Wuppertal. Befremdliche Eins Live Nachrichten; noch fünf Minuten. Glücklicherweise stürmt ein Moderator die Bühne und verkündet im Anschluss: die STEREOPHONICS treten beim jetzigen Eins Live Radiokonzert auf! Na dann mal los. Pünktlich um 21 Uhr beginnt das genau abgestimmte 75 Minuten Set. Kelly Jones kommt auf die Bühne, stylish mit Lederjacke und Sonnenbrille. Der erster Song heisst „Superman“, der Opener vom neuen und fünften Album „Language. Sex. Violence. Other?“

und Die STEREOPHONICS legen gleich richtig los, fette Gitarren und ein noch wuchtigeres Schlagzeug vom neuen argentinischen Drummer Javier Weyler, der unentwegt drauf los preschte. Trotz bestuhlter Theateratmosphäre Mittelklasse-Bass von Richard Jones eines der besten Rockkonzerte mit einer unglaublich energetischen Band, die keinen mehr im Rex sitzen lies.

Jeder Song sitzt, routiniert eben, nicht um sonst tourten sie u.a. mit den MANICS und THE WHO. Auf ihrem einzigen Deutschlandkonzert, neben dem Radiokonzert in Berlin tags zuvor, dreht sich das STEREOPHONICS Universum ganz eindeutig um diesen einen Frontman, besonders als er seine Gibson Les Paul bei Seite stellt, die SG rausholt und Schweiß-spritzend mit dieser einmalig kratzig-rockigen Stimme abgeht. Genial! Leider etwas wortkarg. Aber es ist ja keine Zeit. Punkrockig und knackig laut, aktuelle Songs, „Dakota“ und „Devil“, genauso wie alte Klassiker „The Bartender And The Thief“ und „Madame Helga“. Keine Zeit für Balladen, die ehemaligen „The Tragic Love Company“, die sich später nach Oma Jones‘ Radiomarke STEREOPHONICS tauften, scheinen zu tiefst dem Rock’n’Roll verfallen zu sein.

Kurze Zeit für Sex und Drogen sollte die Band nach „Pedalpusher“ und „Local Boy In The Photograph“ vom ersten Album „Words Get Round“ bekommen. Ein Zuschauer sprang noch schnell auf die Bühne, um mit einem belächelten Stagediving wieder (r)unter zu tauchen. Noch eins seiner schönsten, „Looks Like Chaplin“. Nachdem ein Zuschauer auch noch Kellys Hand schütteln musste, läutete man den allerletzten Song ein, Ohne Sonnenbrille und mit Acapulca T-Shirt, suchend in die Menge blickend, spielte Kelly Jones in der Zugabe IGGY POPs „I Wanna Be Your Dog“. Besser als das Original. Besser als im Radio. In my room, I want you here. Zurück ins Studio, zu den Eins Live Nachrichten …

 

www.stereophonics.com

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