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STEREOPHONICS – 14.09.2007, Köln, Prime Club

6 Oktober 2007 No Comment
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STEREOPHONICS - Köln, Prime Club - 14. September 2007

Man weiß zwar nicht, wann genau im September Jack Daniel Geburtstag hat – die Unterlagen sind bei einem Brand im Rathaus von Lynchburg leider verloren gegangen – aber eins weiß man ganz genau: Wenn Jack feiert, wird gerockt. Davon konnten sich Hunderte Besucher am Freitagabend im ausverkauften Prime Club beim einzigartigen Birthday Clubkonzert der Stereophonics überzeugen. Vor neuneinhalb Jahren, kurz nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums „Word Gets Around“ spielten die Britrocker Stereophonics in Deutschland gerade mal vor ein paar hundert Leuten.

Heute, mit ihrem sechsten Album „Pull The Pin“ bewaffnet, füllen die drei Waliser Stadien rund um den Globus. Warum es sie dann gerade in kuschelige Clubs zieht? Kelly Jones und seine Jungs haben die Euphorie und die Leidenschaft ihrer Anfänge in ihr neues Album gepackt ­und diese besondere, ungestüme Art wollen sie nun mit ihrem Publikum teilen. Dass war zunächst sehr ungeduldig, denn die vier Jungs aus dem Walisischen Städtchen Cwmaman ließen gute zehn Minuten auf sich warten, bevor sie die Bühne des ausverkauften Kölner Prime Clubs betraten. Der war nicht nur mit deutschen Fans bestückt. Auch britische Anhänger der einst unter dem Pseudonym TRAGIC LOVE COMPANY gegründetem Band scheuten keine Kosten und Mühen, um an den Rhein zu reisen. Dass sich das Warten und die Reisestrapazen lohnten, zeigt sich vom ersten Moment an. Mit viel Druck und jeder Menge Spielwitz beschwörte die mittlerweile zum Quartett herangewachsene Formation gleich zu Beginn charmante Stadionatmosphäre ganz ohne Stadion.

Mit fein geschliffenen Riffs, auf den Punkt gebrachten Rhythmen und dem rau melodiösen Gesang von Frontmann Kelly Jones hatten die Stereophonics vom ersten bis zum letzten Song den restlos gefüllten Club in der Tasche. Und das mit einer Setlist, die atmosphärisch und druckvoll das Oeuvre der Band repräsentierte. Von ihrer ersten Single „A Thousand Trees“ über Hits wie „Dakota“ bis zu den Songs ihres neuen Albums „Pull The Pin“ (V2 Records, VÖ: 12. Oktober 2007) zeigten die Südengländer, dass hymnischer, auf den Punkt gebrachter Rock grenzüberschreitende Glücksgefühle evoziert. Und so kam es, wie es kommen musste: nach 90 Minuten beschwerte sich die deutsch-englische Fangemeinde massiv. Denn trotz Zugabe wollte keiner das Konzert anlässlich Jacks 157. Geburtstages zu Ende gehen lassen. Zum Glück gab es jede Menge gut gereiften Whiskey für jeden, denn ansonsten wäre selbst einer Band mit insgesamt sieben Hitalben irgendwann das Repertoire ausgegangen.

www.stereophonics.com

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