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STEVE WINWOOD – Greatest Hits Live

6 September 2017 No Comment
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Mit gerade 14 Jahren begann Steve Winwood seine Karriere als Sänger und Organist bei der Spencer Davis Group in Jahr 1965. In den 53 Jahren seiner aktiven Laufbahn war er auch ein zentrales Gründungsmitglied von so legendären Bands wie BLIND FAITH oder TRAFFIC bevor er in den letzten vier Jahrzehnten als Solokünstler beachtliche Erfolge sowohl beim Publikum als auch bei den Kritikern feiern durfte. Nun veröffentlicht er seine erste Solo-Liveplatte – ein Projekt, das aufgrund seiner Exklusivheit auch ein wenig aus dem Rahmen fällt: Auf zwei randvollen CDs beziehungsweise vier LPs veröffentlicht er insgesamt 23 Tracks, von denen der kürzeste 4:38 lang ist und die meisten viel Raum für Soli und andere ansprechende instrumentale Passagen enthalten.

Die Aufnahmen stammen aus verschiedenen Jahren und wurden von Winwood persönlich ausgewählt. Anders als auf der diesjährigen Tournee, wo er ohne Bassist reiste (mit der Begründung, die Parts könne er auch selbst mit der linken Hand auf dem Keyboard spielen!) ist auf „Greatest Hits Live“ die Bassgitarre bei den meisten Songs klar herauszuhören und Winwood bleibt hier auch nicht an den Tasten, sondern stellt auch seine beachtlichen Fähigkeiten als Gitarrist unter Beweis.

Das die Musik, die ein solcher Ausnahmekünstler auswählt, wenn es um sein definitives Livedokument geht, vom allerfeinsten ist, stellt keine wirkliche Überraschung dar. Bei Werken wie diesen, wo sowohl die Qualität als auch die Quantität des bereitgestellten Materials überwältigend ist, besteht natürlich die Gefahr, dass die schiere Masse für Abnutzungs- beziehungsweise Gewöhnungserscheinungen beim Anhören sorgt. Um dem entgegen zu wirken, hat Winwood das Sequencing geschickterweise so angelegt, dass tatsächlich auf der zweiten CD das Niveau der Interpretationen noch höher zu sein scheint. Insbesondere die Tracks ab Timmy Thomas‘ “Why Can’t We Live Together” und dem grandiosen “40,000 Headmen” bieten einen Höhepunkt nach dem anderen.

Die Auswahl der Songs bringt durchaus einige Überraschungen mit sich. Das Album, von dem die meisten Tracks stammen, ist das sonst selten in den Übersichten zu essentiellen Platten eines Künstlers zu findende “John Barleycorn Must Die“ von Traffic aus dem Jahr 1970. Dahingegen sind so grandiose Alben wie “Talking Back To The Night“ gar nicht berücksichtigt worden. Dies wird jedoch durch solch wunderbare Kleinode wie “Fly“, das unter Beweis stellt, dass seine besten Songs nicht zwangsläufig vor 1990 entstanden sind, mehr als ausgeglichen.

Bewertung: 5 von 6

VÖ: 01.09.2017

Label: Wincraft Records

https://www.stevewinwood.com/

Tracklist:

CD1

  1. I’m A Man
  2. Them Changes
  3. Fly
  4. Can’t Find My Way Home
  5. Had To Cry Today
  6. Low Spark of High Heeled Boys
  7. Empty Pages
  8. Back In The High Life Again
  9. Higher Love
  10. Dear Mr Fantasy
  11. Gimme Some Lovin’

CD2

  1. Rainmaker
  2. Pearly Queen
  3. Glad
  4. Why Can’t We Live Together
  5. 40,000 Headmen
  6. Walking In The Wind
  7. Medicated Goo
  8. John Barleycorn
  9. While You See A Chance
  10. Arc Of A Diver
  11. Freedom Overspill
  12. Roll With It
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