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SUICIDAL TENDENCIES – 20.06.2017, Düsseldorf, zakk

23 Juni 2017 No Comment
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Suicidal-Tendencies_Mike-Muir_Duesseldorf-zakk-2017

Suizidale Tendenzen hatte es nicht, sich bei über 30 Grad Außentemperatur in ein Hardcore-Konzert zu stürzen, recht hart und heiß war es dann doch. Dabei galt wie immer bei SUICIDAL TENDENCIES: Die Inszenierung ist nicht neu. Aber immer wieder gut.

Man könnte auch sagen: Wo SUICIDAL TENDENCIES draufsteht, da SUICIDAL TENDENCIES drin. Und großen Wert auf Qualitätskontrolle legt Sänger und Mastermind Mike Muir ganz offensichtlich, denn trotz regelmäßiger Besetzungswechsel bekommt er immer wieder eine Mannschaft auf die Bühne, die höchsten Ansprüchen genügt.

Dieses Mal also spielten SUICIDAL TENDENCIES mit einer virtuosen Dreierkette an den Saiteninstrumenten, die angeführt wurde von Dean Pleasants, der ja die andere Konstante der Band ist. Mike Muir gab in dieser Metapher den Stoßstürmer, Vollstrecker und Leitwolf in einem. Angepeitscht wird die Formation von einem Ultra namens Dave Lombardo, der früher SLAYER die Hölle heiß machte und seit Neuestem eben SUICIDAL TENDENCIES vor sich hertreibt und der lautstark bejubelt wird, als er von Mike Muir vorgestellt wird.

Der Rest ist dann aber bekannt – unter anderem vom letzten Gig im zakk, der vier Jahre zurückliegt (hier geht es zum Bericht). Die musikalische Qualität ist wie immer wahnsinnig hoch und die Setlist bis auf ein paar neuere Songs hundertfach erprobt – genauso wie die Dramaturgie des Auftritts beginnend mit dem ausufernden Zelebrieren von „You Can’t Bring Me Down“ und endend mit feiernden Fans auf der Bühne.

Dazwischen gibt’s so ziemlich jeden Song, den die Leute hören wollen, und fürs Auge eine Menge Bewegung auf der Bühne. Mike Muir tigert ausdauernd wie eh und je über die Bretter, zeigt seine Mike-Muir-Moves und hält zwischendrin immer wieder die bekannten „Lass dich nicht unterkriegen“-Motivationsreden. Anschließend muss man die Faust hoch strecken.

Die anderen Bandmitglieder wechseln ständig ihre Positionen, spielen sich das Wasser aus dem Körper und lassen sich auch vom andauernden Publikumsverkehr auf und manchen sehr ambitionierten Sprüngen von der Bühne nicht stören. Wobei in diesem Zusammenhang einer der Securities irritiert, der ungebetene aber nun mal dazugehörende Bühnengäste nach zu langer Verweildauer eben nicht, wie es sein sollte, souverän von der Bühne warf, sondern irgendwie leicht aggressiv wirkte und fies schubste, was völlig daneben ist.

Das aber nur als Randnotiz, denn ansonsten war es eine runde Sache und ein sauberes Konzerterlebnis, was auch am wie immer schönen Ambiente – womit vor allem der Biergarten des zakk gemeint ist – und dem bunt gemischten und gut gelaunten Publikum lag, dass in seiner Zusammensetzung die beste Antwort darauf gab, ob SUICIDAL TENDENCIES nun eher Hardcore, Metal oder sogar Punk sind: Sie sind halt von allem etwas. Sie sind gut. Und sie haben treue Fans.

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