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THE KOOKS – 18.11.2008, Düsseldorf, Philipshalle

18 November 2008 No Comment
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THE KOOKS

Nach dem ausverkauften Kölner Palladium Konzert im Juni, den Radiogigs in Wuppertal und noch mal Köln, kamen die KOOKS auffallend oft in den Westen der Republik und an diesem kalten November Tag von Paris direkt in die ausverkaufte Philipshalle. Mit ihrem zweiten Album „Konk“ im Gepäck ließen sie es, so viel sei schon mal gesagt, richtig krachen.

Der 25-jährige Johnny Flinn, eigentlich mit seiner Londoner Band The Sussex Wit unterwegsbrachte mit seinem Folk-Indie-Rock einen, für seine akustische Verhältnisse, nicht mehr als „nettes“ Warm-Up zustande. Nach gut 20 Minuten war’s das dann auch schon, ohne groß die Emotionen der hauptsächlich in Leggins, Kleidchen und Stirnband gekleideten BesucherInnen zu erregen. Das britische Quartett Mystery Jets, um Sänger Blaine Harrison, legte nach Sirenengeheul und in Glitzerjackets gepackt ein gut halbstündiges Set hin, das eher bei Kennern ihrer beiden Alben vereinzelt für Stimmung sorgte.

Um halb Zehn fiel dann ein mächtiger, schwarzer Vorhang auf die Bühne, der die Spannung auf die vier Jungs aus dem südenglischen Seebad Brighton noch vergrößerte. THE KOOKS waren gekommen, um mit ihrer frischen und rotzigen Art, die Herzen aller jungen Frauen und deren mitgereisten Freunde zu erwärmen. Die heiß gehandelte Band um den gerade einmal 23jährigen Sänger Luke Pritchard groovte mit einer derben Ladung Rock’n’Roll, die ganz nah am Teenagerdasein zu kleben scheint. Mit abwechselnden Animationen im Hintergrund, zeitweise Sternenhimmel oder Publikums-Bildschirm, begleitete die immer eindringlicher werdende Beleuchtung die Songs gleich vom Opener „Always Where I Need To Be“ weg.

Die aktuelle Single „Do You Wanna“ brachte die gut 7500 Zuschauer dann völlig zum Kochen, gleichzeitig wurden die Halleninsassen auf die Bühnenrückseite projiziert. Das hatte schon fast Festival-Charakter. Danach „Naive“ vom Knaller-Debütalbum „Inside In/ Inside Out“ und „Shine On“ mit dem behuteten Hugh Harris an der Orgel statt effektbelandener Solo-Gitarre. Weil sie schon gehen müssten, verabschiedeten sich die KOOKS vorläufig mit „You Don’t Love Me“. Der Vorhang fiel. Da Zugaben aber fast schon was Selbstverständliches seien, meinte Luke, kam er alleine mit Akustikgitarre zurück und gab „Seaside“, „Jackie Big Tits“, einen neuen, ansprechenden Song namens „Princess Of My Mind“ und „See The Sun“ zum Besten. Gefeiert und bejubelt, auch als er sich auf deutsch bedankte, lief Luke dann mit der ganzen Band zum Grand Finale auf. „Stormy Weather“ und zu guter und aller letzt den „Sofa Song“, bei dem der Sänger auch mal ohne Gitarre zur akrobatischen Tat auf der Monitorbox schreiten konnte. Nach 60 Minuten war um 23 Uhr dann aber endgültig Schluss. Vor der Philipshalle warteten schließlich schon die Väter auf ihre durchschwitzten Töchter.

www.thekooks.de

The Kooks Setlist Philipshalle, Düsseldorf, Germany 2008

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