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U.D.O. – Steelfactory

13 August 2018 No Comment
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Unter dem Motto „Classic Metal Voices“ ist die neue Platte von U.D.O. nach Saxon und Judas Priest, bereits die dritte Besprechung dieser Art auf triggerfish.de in 2018. Der Einfluss der NWOBHM aber auch des deutschen Hardrock und Heavy Metal auf neuere Bands des Genres ist immens. Die Faszination für die Originale ist groß wie nie zuvor, neue Platten demonstrieren alte Stärken und Wacken kennt mittlerweile jedes Kind.

U.D.O. ist eines der ganz wenigen unverwüstlichen Originale der deutschen Metal-Szene. Seit mehr als 40 Jahren steht der gebürtige Solinger und Ex-Accept Shouter Udo Dirkschneider auf der Bühne und bearbeitet nach wie vor, wie ein Berserker den klassischen Hard n‘ Heavy Sektor mit seiner unverwechselbaren, charismatischen Stimme.

Mit „Steelfactory“ kehrt Udo Dirkschneider, nach einer wechselhaften Solokarriere, eindeutig zu seiner Kernkompetenz zurück: Keine Experimente, sondern Riff-Feuerwerke und Metal-Hymnen zum Mitsingen sowie weiterhin absolute Livetauglichkeit als oberstes Gebot.

Mit der neuen Platte knüpft U.D.O. gleich zu Beginn an alte 80s Accept-Stärken an. Der Twofer „Tongue reaper“ und „Make the move“ knallt mit urwüchsiger Wucht direkt vor den Bug. Schnell, mit einer Killer-Hookline sowie Bridge und stampfendem Chorus ausgestattet, fräsen sich beide förmlich in die Gehirnwindungen ein.

Es fällt schwer, Songs aus der robusten Gesamtheit der Platte hervorzuheben. „Blood on fire“ wechselt zwischen teutonischer Härte und Arabesken. „In the heat of the night“ ist wieder purer 80s Metal, wie man ihn von ihm hören möchte.

„Rising high“ und „Eraser bedienen die „Fast as a shark“-Fraktion von einst und „The way“ ist der obligatorische Tränenzieher und zugleich Lebensmanifest des „German Metal Tank“.

Der dänische Produzent Jacob Hansen (u.a. Volbeat) verpasst „Steelfactory“ genau den richtigen Vintage-Anstrich. Udos Sohn Sven Dirkschneider am Schlagzeug, Bassist Fitty Wienhold und der russische Gitarrist Andrey Smirnov sind seit Jahren fester Bestandteil der Band. Dank Hansen schafft man es auch die Livepower dieser „Mean Machine“ auf die neue Studioproduktion zu transportieren.

Insgesamt ein beeindruckendes Lebenszeichen der Legende, die hier wieder mit all der intakten Gesangsleidenschaft und schrillen Metal-Kraft in der Kehle den Stahl schmiedet. Unbedingt live anschauen.

Bewertung: 5 von 6
VÖ: 31.08.2018
www.udo-online.com
Label: Nuclear Blast
Format: CD/CD-Boxset/LP/Download

Tracklist:

1. Tongue Reaper
2. Make The Move
3. Keeper Of My Soul
4. In The Heat Of The Night
5. Raise The Game
6. Blood On Fire
7. Rising High
8. The Devil Is An Angel (Bonustrack CD-Boxset)
9. Hungry And Angry
10. One Heart One Soul
11. Pictures In My Dreams (Bonustrack CD-Boxset)
12. A Bite Of Evil
13. Eraser
14. Rose In The Desert
15. The Way

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