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WANDA – Düsseldorf, zakk, 7.12.2015

8 Dezember 2015 No Comment

Wanda zakk Düesseldorf 2015

Schon lange gab es keine so herrlich abgeranzte Band mit Breitenwirkung mehr. WANDA sind seit gut 2 Jahren der Austro-Star am Pophimmel, auf den so viele gewartet hatten, ohne es zu wissen. Sie sind jung, gut, willig und schwitzen gerne. Gefühlt ununterbrochen auf Tour gesellten sich die trinkfesten Wiener ins ausverkaufte zakk und überzeugten selbst die skeptischsten Mainstream-Hater hinten an der Theke. Ob man sie mag oder nicht, WANDA Musik ist wie gemacht für ein gutes Konzert.

Nach dem Beatles Intro „Love You To“ schlenderte die Band mit Weinflasche auf die Bühne: „aaaah Düsseldorf!!!“. In blauem Licht sangen die Zuschauer vom ersten Track „Luzia“ so ziemlich alles mit, was ein Montag so hergibt. Sänger Marco Michael Wanda krakelte vom Fleck weg: „Solln wa gmainsam singa?“ Was für eine Frage, wenn sich der Killertrack „Meine beiden Schwestern“ vom etwas schwächeren zweiten Album „Bussi“ anbahnt. Bei dem Song sang das zakk auch mal eine Strophe komplett allein und rastete nach anfänglicher Schüchternheit an den Rändern komplett aus. Bei „Auseinander gehen ist schwer“ gab es dann auch den ersten Crowdsurfer. Der Sänger mit dem anscheinend ewig gleichen Speck-Outfit surfte ebenso übers Publikum und machte einen kleinen Abstecher an die Theke, um noch schnell einen Jägermeister einzuwerfen.

Mit „Gib mir alles“ und „Ich will Schnaps“ wurde hochpotent Volksfest-Vollgas gegeben, um spätestens beim regulären Finale mit „Bologna“ die beste Band südlich der Alpen zu sein. WANDA haben massig Hits und brauchen fast keine Verschnaufspause. Rauchen kann man auch so. Zur obligatorischen Zugabe gereichten die Wiener das Beatles-Cover „A Hard Day’s Night“ und einmal mehr eine Mitsing-Steilvorage bei „1,2,3,4“. Die Vorband Kent Coda enterte dazu noch die Bühne und machte den Sack zu.

Nach dem Konzert liefen die Doors mit „Whiskey Bar“ und „Light My Fire“ und das Tanzen auf kaputten Plastikbechern nahm seinen Lauf. Recycling auf höchstem Entertainment-Niveau mit Schuss. Den Gesellschaftsauftrag der Doors, die Leute mit Lust zu füllen, zitieren WANDA liebend gerne, verlieren sich dabei aber allzuoft in der unpolitischen Schnapsduselei. Etwas mehr Gitarrenlärm und weniger Hall auf der markanten Kratz-Stimme fehlten für eine persönliche Bestnote. Amore.

Fotos: Andreas Heller

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